Materialien für den Unterricht
- Fachzeitschrift Schule & Mission
zum Thema "Kindersoldaten" (Download PDF; 3,3MB) - Fachzeitschrift grenzenlos zum Thema "Frieden" (Download PDF; 5,3MB)
- grenzenlos Themenheft: "20 Jahre Kinderrechte"
kostenlos bestellen >>
Kindersoldaten - Täter und Opfer zugleich
Manche werden entführt und zum Töten gezwungen wie Olal, andere gehen freiwillig in den Krieg oder wollen als Soldaten Geld verdienen, um ihre Familie zu unterstützen wie Mauricio. Was sie eint ist ihr Alter - alle sind unter 18 Jahren - und ihre bitteren Erfahrungen.
„Wenn ein bewaffneter Konflikt ausbricht, wieder aufflammt oder sich intensiviert, kommen Kinder darin fast zwangsläufig als Soldaten zum Einsatz", resümiert die Organisation Coalition to stop the use of child soldiers in ihrem aktuellen Bericht.
Birma, die Demokratische Republik Kongo, Sudan, Uganda, Kolumbien, die Philippinen und Sri Lanka sind nur einige der Länder, in denen Militär oder Rebellen Kinder zu Soldaten machen. Und auch Großbritannien hat zwischen 2004 und 2007 unter 18-Jährige in den Irak entsandt. Nach Schätzungen des Kinderhilfswerks UNICEF gibt es weltweit etwa 250.000 bis 300.000 Kindersoldaten.
Besonders arme Kinder sind gefährdet
Meist werden die Kinder oder Jugendlichen entführt oder gegen ihren Willen rekrutiert. Besonders gefährdet sind Kinder, die in Flüchtlingslagern leben oder die in in armen Verhältnissen aufwachsen. Sie müssen Grausamkeiten einstecken, sind aber auch selbst gewalttätig und schrecken auch nicht davor zurück, Mitmenschen zu töten. Mit Gewalt und Drogen werden sie von skrupellosen Kriegsherren zu Tätern gemacht; Krankheit, Hunger und Vergewaltigung sind an der Tagesordnung. Das Leid, das die Mädchen und Jungen anderen zufügen, brennt sich tief in ihre Seelen. Viele von ihnen kommen bei Gefechten ums Leben oder werden von Anführern erschossen, weil sie Befehle nicht befolgt haben.
Doch auch wenn Kriege enden, Kinder flüchten oder sie freigelassen werden, ist es noch ein langer Weg zurück in ein Leben ohne Terror und Gewalt. Partner des Kindermissionswerks in Sri Lanka, Kolumbien und Uganda kümmern sich um Jungen und Mädchen, die mit schweren Traumata aus dem Krieg gekommen sind.

