Kinderrechte-Leporello
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Die UN-Kinderrechtskonvention im Worlaut auf Deutsch als
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Bolivien: Kinder nehmen Einfluss
Kinderrechte und Politik
Kinder haben das Recht auf Mitsprache: das sagt die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Doch was heißt das eigentlich, Mitsprache der Kinder? In Deutschland ist es zum Beispiel üblich, dass es Klassensprecher oder Schülervertreter gibt. Viele Städte und Gemeinden haben auch Kinder- und Jugendparlamente. Der Deutsche Bundestag, also das Parlament in Berlin, ist dagegen ausschließlich Sache der Erwachsenen.
In dem südamerikanischen Land Bolivien haben Kinder in den letzten Jahren Einfluss auf eine ganz wichtige politische Sache genommen: Sie haben dazu beigetragen, dass die Kinderrechte in der neuen Verfassung ihres Landes eine Rolle spielen.
Gemeinsam stark
In Bolivien sind viele Menschen von Ungleichheit und Benachteiligung betroffen, besonders die Kinder. Das Land ist arm, und viele Kinder müssen arbeiten, um Geld für die Familie zu verdienen. Da ist es besonders wichtig, dass der Staat sich dafür einsetzt, dass die Kinderrechte eingehalten und Mädchen und Jungen nicht ausgebeutet oder benachteiligt werden. Gemeinsam ist man stärker.
Deshalb haben sich viele Kinder in Bolivien mit der Hilfe von Erwachsenen zusammengetan und die Organisation »DNI« gegründet, die sich für ihre Rechte einsetzt.
| Die Abkürzung »DNI« steht für »Defensa de los niños internacional«, auf Deutsch: Verteidigung der Kinder international. Im Jahre des Kindes (1979) wurde DNI gegründet. Seit 1985 kämpft diese Nichtregierungsorganisation, die in Bolivien vom Jesuitenpater Jorge Vila geleitet wird, für die Umsetzung der Kinderrechte. Dabei versucht sie, in verschiedene Lebensbereiche hineinzuwirken: den öffentlichpolitischen Bereich, den Bildungs- und Erziehungsbereich und in der Beteiligung der Kinder und Jugendlichen am öffentlichen Leben. |
Seit 1985 leitet der Jesuitenpater Jorge Vila die Kinderrechte-Organisation. Ihre Arbeit wird auch von den Sternsingern unterstützt. DNI hilft den Kindern und Jugendlichen Boliviens dabei, ihre Rechte durchzusetzen. Dazu gehören regelmäßige Treffen in Kinderclubs und, ganz wichtig, Aktionen, bei denen Kinder auf ihre Situation aufmerksam machen.
In der neuen Verfassung Boliviens sollte jegliche Kinderarbeit verboten werden. Eigentlich gut - aber für die Kinder und Jugendlichen in dem Land ein Problem. Arbeit ist für viele Kinder in Bolivien einfach lebensnotwendig. Außerdem macht sie selbstbewusst und stark gegenüber den Erwachsenen. Deshalb haben sich die Kinder in ganz Bolivien gegen ein striktes Verbot ihrer Arbeit gewehrt.
Kinderdemo auf der Straße
Unterstützt von Kinderrechts-Organisationen wie DNI, gingen ganz viele Kinder auf die Straße und sagten den Politikern des Landes ihre Meinung. Ihre Aktionen, Demonstrationen und Briefe hatten schließlich Erfolg: Der Verfassungsartikel wurde überarbeitet. Verboten ist jetzt jede Form von erzwungener Arbeit und die Ausbeutung von Kindern. Arbeitende Kinder müssen außerdem besonders gut geschützt werden. Zugleich betont die Verfassung aber auch, dass Arbeit und Mitarbeit in der Familie zur Bildung von Kindern beiträgt.





