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Film zum Thema "Behinderung"

Wie leben Kinder mit Behinderung in Kambodscha und wie wird ihnen geholfen? Armin Maiwald ist nach Kambodscha gereist und hat Kinder mit der Kamera besucht.

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"Noch immer existieren viele Vorurteile – aus Unwissenheit oder Ignoranz!"

Inklusion entspricht dem christlichen Menschenbild: Alle Menschen gehören dazu, mitten in die Gesellschaft und Schulen, in Ausbildung und Beruf oder in der Freizeit. Die Realität von Menschen mit Behinderungen sieht häufig jedoch völlig anders aus. Projektpartner des Kindermissionswerks erzählen.


Noch immer kämpfen wir für die Rechte von Kindern mit Behinderungen. Wir kämpfen dafür, dass sie überhaupt eine Ausbildung bekommen. Inklusion kann nur dann funktionieren, wenn es genügend gut ausgebildete Lehrer gibt, wenn Kinder mit Behinderungen Zugang zu Schulen haben und ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden. Solange Kinder mit schweren Behinderungen in Südafrika lediglich als „nicht zu erziehen" abgestempelt werden, scheint inklusive Bildung völlig unerreichbar.
Zsoka Magyarszeky, Leiterin des Sizanani Village Trust, Bronkhorstspruit/Südafrika

Unsere Schule ist ein Pilotprojekt für „Inklusion" in Bolivien. 30 Prozent der Kinder, die unsere Schule besuchen, haben irgendeine Art von Behinderung. Obwohl unsere Klassen zu groß sind und wir über keine entsprechende Infrastruktur verfügen, können Lehrer, Eltern und Kinder auf sehr anstrengende, aber positive Jahre zurückblicken. Hier lernen Kinder, mit den Unterschieden umzugehen, solidarisch und geduldig zu sein. Sie lernen voneinander, helfen sich gegenseitig und akzeptieren einander trotz unterschiedlichen Lerntempos. Sie werden somit darauf vorbereitet, im späteren Arbeitsleben mit den Unterschieden zu agieren und nicht zu diskriminieren.
Rita Scheffler, Escuela Taller de Integración, Sucre/Bolivien

Jedes Kind kann lernen, egal, welche Behinderung es hat. Es ist immer offen für die „Stimmung" seines Gegenübers. Oft ist die Fähigkeit, sich verständlich zu machen von seiner Umwelt inspiriert. Deswegen lernen die Kinder in unserem Projekt nicht nur Lesen und Schreiben, sondern auch Beziehungen aufzubauen und Verantwortung zu übernehmen. Kinder haben in solch einem Umfeld viel mehr Möglichkeiten, sich zu integrieren und zu sozialisieren.
Maria Poulisse, Projekt CE CAMILO in Barranquilla/Kolumbien


Sich für die Inklusion von Kindern mit Behinderungen einzusetzen, war eine mühsame Arbeit. Soziale Barrieren mussten zuerst beseitigt werden, außerdem haben wir an das Verantwortungsgefühl in Familie, Gesellschaft und Staat appelliert. Wir müssen sie immer wieder motivieren, die psychosoziale Entwicklung und die Gesundheit der Kinder in den Blick zu nehmen. In Kolumbien tut der Staat nicht wirklich etwas, um die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. Bisher besteht seine Arbeit nur darin, sich an Kinder zu richten, die nicht in die Schule gehen, weil ihre Behinderung zu schwerwiegend ist, um am normalen Unterricht teilzunehmen.
Schwester Johana Sanjuan, Projekt „Florencia Caquetá" in Villavicencio/Kolumbien

Als Pfarrer bin ich für rund 64.000 Menschen in 277 zumeist ländlichen Gemeinden im Nordosten Brasiliens zuständig. Eine der großen Herausforderungen ist der Umgang mit Menschen mit Behinderung. Als Pfarrer versuche ich vor allem, Bewusstsein zu schaffen für das Potenzial dieser Menschen, die für ihre Entwicklung die Integration ins und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben brauchen. Was ich dabei immer betone, ist die Notwendigkeit des gegenseitigen Respekts. Noch immer existieren viele Vorurteile - aus Unwissenheit oder Ignoranz.
Pater Walmir Thiel, Pfarrer in Araioses und Água Doce, Maranhão/Brasilien