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„Während die Menschen in den reichen Ländern über Selbstverwirklichung reden,
reden wir über das Überleben!"

Joshua Malinge lebt in Simbabwe und hat eine körperliche Behinderung.

Zahlen und Fakten

800 MILLIONEN VON 1 MILLIARDE
Menschen mit Behinderungen leben in Entwicklungsländern.

90 PROZENT
der weltweit verfügbaren Rehabilitationsmaßnahmen kommen Menschen mit Behinderungen in Industrieländern zugute.

3-4 PROZENT
der Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern haben Zugang zu rehabilitativen oder unterstützenden Maßnahmen.

1,6 MILLIARDEN
Menschen leben in absoluter Armut.

98 PROZENT
der Kinder mit Behinderungen in Entwicklungsländern erhalten keine angemessene Schulbildung.

1 PROZENT
der Bedürftigen besitzt einen Rollstuhl.

Eine Gesellschaft für alle?

Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern

Krücken und Prothesen sind in Entwicklungsländern für Menschen mit einer Gehbehinderung keine Selbstverständlichkeit. Foto: Kindermissionswerk

Eine Milliarde Menschen weltweit leben mit einer Behinderung, schätzt die Weltgesundheitsorganisation. Genaue Zahlen gibt es nicht. Sicher jedoch ist, dass acht von zehn dieser Menschen in Ländern leben, wo es keine Spezial- oder Kurkliniken gibt, wo sich 100.000 Menschen einen Physiotherapeuten teilen müssen und wo die Armen oft weniger als einen Teller Reis am Tag zu essen haben.

Nur drei von 100 Menschen weltweit, die mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung leben, haben jemals die Chance, einen Arzt zu sehen. Wo Rehabili- tationsmaßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten fehlen, werden aus leichten Beeinträchtigungen schnell schwere. Dabei wäre die Hälfte der Behinderungen in den armen Ländern vermeidbar, wenn es ausreichende Gesundheitsvorsorge, medizinische Hilfe und genügend Nahrung für alle gäbe.

Kein Geld – keine Chance
Der Zusammenhang zwischen Armut und Behinderung ist offensichtlich. Wer Geld und Beziehungen hat, kann sich gut ernähren und sich Medikamente und ärztliche Versorgung leisten. Frauen in Entwicklungsländern haben während der Schwangerschaft oft nicht genug zu essen. Sind die Kinder auf der Welt, wissen viele Millionen Mütter nicht, wie sie sie satt bekommen sollen. Oft können es sich auch nicht leisten, mit ihren Kindern zum Arzt zu gehen. Mangel- und Unterernährung von Schwangeren und Kleinkindern ist eine der Hauptursachen für Behinderungen weltweit. Auch mangelnde Hygiene, fehlende Impfungen und Vorsorgemaßnahmen zählen zu den Ursachen. Hinzu kommen kriegerische Auseinandersetzungen und ihre Folgen: Menschen werden verletzt, Kinder durch Tretminen oder Blindgänger verstümmelt, die noch Jahre nach dem Ende dem Kampf im Boden liegen.


Würde, Teilhabe und Chancengleichheit
Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung
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