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06.01.2012 16:13

„Ihr seid einfach großartig“

Bundespräsident Wulff empfängt und lobt Sternsinger im Schloss Bellevue

Gemeinsam mit Gattin Bettina empfing Bundespräsident Christian Wulff am 6. Januar 55 Sternsinger aus dem Bistum Essen im Schloss Bellevue. Foto: Ralf Adloff / Kindermissionswerk

Berlin.  Die Sternsinger kamen aus dem Staunen gar nicht so richtig raus. Erst blicken sie vor dem Schloss Bellevue in ein Meer von Kameras. Dann freuen sie sich über ein Lob nach dem anderen – vom ersten Mann im Staat. Spätestens als am Ende des Empfanges Bundespräsident Christian Wulff die 55 Könige selbst auf eine Privatführung durch das Schloss mitnimmt ist klar: Das war ein ganz besonderer Tag für die Sternsinger – und den Bundespräsidenten. Doch der Reihe nach.

Pünktlich zum Dreikönigsfest am Freitag, 6. Januar, besuchten 55 Sternsinger aus dem Bistum Essen Bundespräsident Christian Wulff in Berlin. Passend zum Motto der 54. Aktion Dreikönigssingen, „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“, taten die Sternsinger das, was sie immer tun: sie klopften an die Schlosspforte. Heraus traten der Bundespräsident und seine Gattin Bettina, die sich sichtlich über den königlichen Besuch freuten. Die Sternsinger sangen und schrieben ihren Segen ans Portal.

„Es tut gut, dass ihr hier seid“
Die kleinen Könige aus den Gemeinden Herz Jesu (Duisburg-Neumühl), St. Mariä Himmelfahrt (Gelsenkirchen-Rotthausen) und St. Mariä Heimsuchung (Neuenrade) vertraten dabei die 500.000 Mädchen und Jungen, die derzeit überall in Deutschland unterwegs sind, ihren Segen bringen und Spenden für Not leidende Kinder sammeln. So auch im Schloss Bellevue.

„Es tut gut, dass ihr hier seid“, begrüßte Bundespräsident Wulff und legte mit Lob los: „Jetzt wird gewürdigt, dass ihr die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder seid“, sagte der Bundespräsident angesichts der großen Medienpräsenz, und fügte hinzu: „Ihr seid einfach großartig.“ Doch auch die Sternsinger hatten eine Botschaft im Gepäck. „Wir setzen uns für die Rechte der Kinder auf der ganzen Welt ein. Wir erzählen den Menschen von den Kindern auf der Welt, denen es nicht so gut geht“, erklärte die elfjährige Anna Schulte aus Neuenrade dem Bundespräsidenten.

Mehr Zeit zum Spielen, statt harter, körperlicher Arbeit oder Dauerterminstress, mehr Erwachsene, die einem zuhören, wenn Kinder etwas sagen, mehr Schutz vor Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch: Das alles wünschen sich die Sternsinger für alle Kinder dieser Welt, dieses Jahr besonders für die Kinder in Nicaragua. Und sie wünschen sich vom Bundespräsidenten, „dass Sie mit Ihrer Stimme und bei Ihren Möglichkeiten immer wieder an die Türen klopfen und auf die Rechte der Kinder auf der ganzen Welt pochen“, bat Anna und überreichte dem Bundespräsidenten als Erinnerung eine kleine Tür mit großem Türklopfer.

Seine Spende widmete der Bundespräsident einem Projekt im westafrikanischen Guinea. Die Sternsinger unterstützen hier einen Pater, der mehr als 1.000 Straßenkindern ein Zuhause, Bildung, Nahrung und Zugang zu medizinischer Versorgung gibt. Der Bundespräsident wünschte den Sternsingern, dass ihnen viele Spenden in die Dosen geworfen würden und kündigte an: „Ich werde die Sternsinger hier nächstes Jahr fragen, wie viel ihr gesammelt habt.“ Neben der Spende gab es dann noch ein präsidiales Lob: „Ihr seid mutig, ihr seid Vorbilder. Unsere Nation kann stolz sein, dass es euch gibt.“ Bei den Worten wuchs dann auch der letzte kleine König noch ein Stückchen. „Eine tolle Motivation für uns und alle Kinder, die unterwegs sind“, findet BDKJ-Bundespräses Simon Rapp.

Eine persönliche Schlossführung mit dem Bundespräsidenten
Die Träger der Aktion, das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend, zeigten sich erfreut: „Wir sind froh, dass trotz der aktuellen Debatten unser Anliegen nicht in den Hintergrund getreten ist“, so Prälat Klaus Krämer. Er dankte dem Bundespräsidenten für den herzlichen Empfang und wünschte ihm und seiner Familie für das kommende Jahr, dass der Segen des „guten Sterns von Bethlehem Sie den richtigen Weg führen wird.“

Die Führung übernahmen Bundespräsident Wulff und seine Gattin höchst persönlich – und zwar durch den Amtssitz. Dort, wo sonst Staatsgäste tafeln und tagen, sorgten nun Sternsinger mit funkelnden Kronen und bunten Gewändern für Glanz. Auch Söhnchen Linus, der im September schon dem Papst die Hand schüttelte, war ob so viel königlichen Glanzes beeindruckt. Bundespräsident Wulff nahm sich einmal mehr Zeit, alle Kinderfragen zu beantworten, und führte die Sternsinger sogar bis ins Arbeitszimmer – „eine seltene Ehre, die ich Euch besonders gerne zuteil werden lassen.“

„Der war einfach locker drauf, hat sich echt über unseren Besuch gefreut und war supernett“, resümiert Segensbringerin Jasmin Müller (16) aus Duisburg – auch nach dem Empfang noch aufgeregt. Und Tim Lievertz (14) aus Gelsenkirchen bringt es auf den Punkt: „Das war so der Hammer, da brauch ich ein paar Tage, bis ich das verarbeitet habe.“ Eben ein besonderer Tag.

Knapp 772 Millionen Euro, mehr als 60.800 Projekte
Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Knapp 772 Millionen Euro wurden seither gesammelt, mehr als 60.800 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 53. Aktion zum Jahresbeginn 2011 hatten die Mädchen und Jungen aus 11.622 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 41,8 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe.

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DKS-Nr. 03 / 2012
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