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Mittel- und Osteuropa

Im Jahr 2009 rief die Europäische Union mit den Staaten Ukraine, Moldau, Georgien, Belarus (Weißrussland), Aserbaidschan und Armenien die „Östliche Partnerschaft“ ins Leben, um die politische Assoziierung und die wirtschaftliche Integration mit diesen Ländern voranzubringen. Bei dem EU-Gipfel in Wilna (Vilnius) Ende November 2013 wurden diese Abkommen mit Georgien und der Republik Moldau paraphiert. Aserbaidschan unterzeichnete einen Vertrag zur Visa-Erleichterung. Dagegen kam es zu keiner Unterzeichnung mit der Ukraine, obwohl die Verhandlungen mit der EU schon im Jahr 2012 erfolgreich abgeschlossen wurden. Eine Woche vor dem Wilna-Gipfel brach die ukrainische Regierung die Vorbereitungen zur Unterzeichnung ab. Der Gipfel markiert den Beginn der ukrainischen Krise, die im Jahr 2014 zu bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen führte und heftige internationale Spannungen auslöst. Neben der zugespitzten politischen Situation in der Ukraine prägten im Jahr 2013 die hohe Arbeitslosigkeit und eine anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise das Land – wie auch andere Staaten Mittel- und Osteuropas.

Vernachlässigung und verschärfte sozialer Ausgrenzung von Kindern

Das wirtschaftliche Umfeld war in weiten Teilen der Region nach wie vor sehr schwierig. Kinder und Jugendliche leiden besonders unter der schwierigen wirtschaftlichen Situation: Viele leben in Armut, sie haben kaum Zugang zu angemessener Bildungs- und Gesundheitsversorgung. Hinzu kommen soziale Probleme: Mangelnde Perspektiven und wirtschaftliche Not verschärfen Schwierigkeiten und Konflikte innerhalb der Familien, in vielen Ländern wächst die Scheidungsrate. In einigen Familien nimmt der Alkohol- und Drogenmissbrauch zu, was zu Vernachlässigung und verschärfter sozialer Ausgrenzung der Kinder führt. Besonders schwierig ist die Situation auch für die Kinder, die zu so genannten „Sozialwaisen“ werden: Die in einigen Regionen extrem hohe Arbeitslosigkeit bringt ihre Eltern dazu, in den reicheren Ländern der Europäischen Union oder in Russland Arbeit zu suchen. Die Kinder bleiben bei Verwandten, Großeltern oder auf sich allein gestellt zurück. Besonders hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen steht das Kindermissionswerk mit vielfältigen Projekten zur Seite. Projektpartner vor Ort betreuen, begleiten und fördern die jungen Menschen und arbeiten dabei eng mit deren Umfeld zusammen – der Familie, der Schule, den Nachbarn, der Pfarrei. Durch Bildung, Integration, Rehabilitation, Wertevermittlung und stabile Beziehungen schaffen sie den Kindern und Jugendlichen eine Grundlage für eine bessere Zukunft.


Moldawien – Ferienprogramm

Sommerferienprogramm für benachteiligte Kinder in Moldawien 
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Moldawien – Kinder mit Brandverletzungen

Psychologische Betreuung für traumatisierte Kinder mit starken
Verbrennungen in Chisinau 
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Polen – Kinderheim

Anja und ihre kleine Schwester haben im Kinderheim in Kattowitz/Polen ein sicheres Zuhause gefunden 
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Russland – Babyhilfsfonds

Ein Zuhause für Kinder in Westsibirien 
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Ukraine – Kinderkrankenhaus

Im Kinderkrankenhaus Nr.16 in Charkow/Ukraine werden jährlich 5.500 Kinder behandelt 
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