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Monika Höhn hat ein Buch über die Kinder geschrieben. Auf der Seite des Verlags gibt es nähere Informationen.
Nicaragua: Hoffnung für die Oase des Friedens
„Bildung und Gesundheit – das brauchen wir am dringendsten“
„Willkommen in der Oase des Friedens“ – mit einem handgemalten, großen Schild werden die Besucher der Insel Ometepe gleich am Hafen freundlich empfangen. Ometepe ist der indianische Name für die größte Insel im großen Nicaraguasee im Süden von Nicaragua – einem der ärmsten Länder der Welt. Auf Deutsch bedeutet Ome temel „zwischen zwei Bergen“. Diesen Namen verdankt die Insel den beiden Vulkanen Maderas und Concepción. Auf der schmalen Landenge, zwischen den beiden Inseln, liegt Santo Domingo. Dort liegt auch das Zentrum des Ometepe-Projekts, das Monika und Michael Höhn 1993 ins Leben gerufen haben.
Rund 35.000 Menschen leben auf Ometepe, die Hälfte der Bewohner ist unter 20 Jahre alt. Die Insulaner sind in der Mehrheit Bauern und Viehzüchter. Doch die Arbeitslosigkeit ist hoch und jeder zweite kann weder lesen noch schreiben. „Bildung und Gesundheit – das ist es, was wir am dringendsten brauchen“, hatte der Agraringenieur und Inselbewohner Alcides Flores dem Ehepaar Höhn vor 15 Jahren bei ihrem ersten Besuch auf Ometepe erklärt.
„Die gesundheitliche Situation war katastrophal“, erzählt Monika Höhn. „Weil es an vielen Stellen der Insel kein Trinkwasser gab, haben die Menschen das Wasser aus dem See getrunken und erkrankten an Cholera und anderen Krankheiten.“
Mithilfe des Omepete-Projekts fahren inzwischen mehrere Ärzte, eine Zahnärztin, Krankenschwestern und eine Hebamme regelmäßig in die Dörfer, um eine Basisversorgung der Ärmsten zu gewährleisten. Im südlichsten Winkel der Insel entstand eine Gesundheitsstation. Dort behandelt ein Team von Ärztinnen und Pflegerinnen die Kinder und ihre Mütter kostenlos. In regelmäßigen Sprechstunden betreuen sie werdende Mütter während Schwangerschaft und Geburt und klären Eltern über Hygiene und Ernährung der Kinder auf.
Lesen, Schreiben und eine warme Mahlzeit
In Santo Domingo hat das Ehepaar Höhn gemeinsam mit Alcides Flores und zahlreichen Inselbewohnern das Zentrum „La Esperanza“ gebaut. Dort entstand auch die „Escuela de la Esperanza“, die „Schule der Hoffnung“ – eine Vor- und Grundschule. Unter der Anleitung der Erzieherin Cony werden die Kleinsten dort auf den Schulbesuch vorbereitet. Die älteren Jungen und Mädchen lernen in der Grundschule Lesen, Schreiben und Rechnen. Da die meisten Eltern kein Schulgeld bezahlen können, ist der Schulbesuch kostenlos. Wer kann, leistet einen freiwilligen Beitrag von einem Euro im Monat. Ein weiterer Anreiz für die Eltern, ihre Kinder in die Schule zu schicken, ist die tägliche Schulspeisung.
Doch nicht nur Kinder, sondern auch erwachsene Analphabeten lernen im Zentrum „La Esperanza“ Lesen und Schreiben. Es sind oft junge Leute, die als Kinder keine Schule besuchen konnten, weil sie den Eltern bei der Arbeit auf dem Feld helfen mussten, oder weil einfach das Geld für den Schulbesuch fehlte. Seit drei Jahren gibt es in einem kleinen Anbau der Schule auch einen Raum für einen Physiotherapeuten. Täglich behandelt er zwanzig behinderte Kinder und Erwachsene aus den entlegenen Vulkandörfern.
Monika und Michael Höhn konnten 2008 mit vielen Freunden und Unterstützern das 15-jährige Bestehen des Ometepe-Projekts feiern. Im Jubiläumsjahr besuchten sie auch einen langjährigen Projektpartner in Aachen: das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Ans Aufhören denkt das Ehepaar noch lange nicht. Sie wollen die Menschen in Ometepe auch weiterhin unterstützen und dazu beitragen, dass die Oase des Friedens auch eine Oase der Hoffnung bleibt.








