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Interview: "Von den Kindern kann man ganz viel lernen"

Bernadette Kalz erzählt im Kindermissionswerk von ihren Erfahrungen mit den Kindern der Müllhalde in Mexiko. Fotos: Kindermissionswerk
Die Maltherapie hilft den Kindern, ihre traumatischen Erlebnisse zu überwinden.

Mit Kunsttherapie hilft eine deutsche Freiwillige den Kindern mexikanischer Müllsammler

„Ein Jahr anders leben", so lautet das Motto der Jesuit European Volunteers (JEV), der Freiwilligendienste der europäischen Jesuiten. Ein Jahr anders leben wollte auch die Romanistik-Studentin Bernadette Kalz aus München. So kam sie nach Ciudad Nezahualcóyotl in Mexiko. Die riesige Satellitenstadt mit mehr als 1,2 Millionen Einwohnern erstreckt sich im Osten von Mexiko-Stadt. Viele hier sind arbeitslos, auf den Straßen und in den Familien gilt das Gesetz des Stärkeren. Über die Grenzen von „Neza" hinaus berüchtigt ist das Müllviertel der Gemeinde. Hier arbeiten die Müllsammler, deren Arbeit von einer skrupellosen Mafia streng überwacht wird. Ganze Familien leben in einfachsten Hütten aus Holz, Planen und Wellblech.

Seit Jahren setzen die Menschen im Müllviertel von Nezahualcóyotl ihre Hoffnung auf Pater Roberto Guevara Rubio S.J. und die von ihm gegründete Stiftung für Erziehungshilfe, die „Fundación para la Asistencia Educativa" (FAE). In den drei Kindertagesstätten, die die Stiftung gegründet hat, finden etwa 550 Kinder im Alter von wenigen Monaten bis zu sechs Jahren für ein paar Stunden am Tag ein schützendes Zuhause. Hier bekommen sie zwei warme Mahlzeiten und werden medizinisch versorgt.

Wo viele Kinder betreut werden, ist es oft schwer, sich einzelnen zu widmen. Und doch wollte Bernadette Kalz genau das versuchen. Bald stellte sich heraus, dass viele Kinder besonders beim Malen Dinge ausdrücken konnten, die sie nicht verbal äußern konnten. So wurde die Kunsttherapie ein Eckpfeiler der Arbeit in den Kindertagesstätten der Stiftung für Erziehungshilfe. Mittlerweile werden alle Kinder, die die Einrichtungen besuchen, individuell therapeutisch betreut. Bernadette Kalz, die inzwischen in Mexiko lebt, begleitet die Arbeit der Stiftung ehrenamtlich. Die kunsttherapeutische Arbeit haben vier Psychologen übernommen. Im Interview schildert Frau Kalz anschaulich, wie der Alltag in den Kindertagesstätten von Nezahualcóyotl aussieht.

Frau Kalz, Sie arbeiten in Mexiko mit Kindern, die in schwierigen Situationen leben. Erzählen Sie uns doch ein wenig über die Lebensumstände der Kinder.

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... und mit diesen Kindern arbeiten Sie in der Stiftung für Erziehungshilfe...

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Sie hatten vor einigen Jahren die Idee, mit den Kindern Kunsttherapie zu machen. Was möchten Sie mit der Kunsttherapie erreichen?

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Sie erleben in der Gruppe viele schöne und vielleicht auch schlimme Momente. Was war der traurigste Moment in ihrer Arbeit mit den Kindern?

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Wo nehmen sie die Kraft für ihre Arbeit her?

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Wenn Sie in die Zukunft schauen, was sind ihre Hoffnungen und Visionen für das Projekt?

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Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen ihnen noch alles Gute für ihre Arbeit in Mexiko!

Mexiko

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