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Reiseberichte aus aller Welt

Schulfach: Landwirtschaft

Stolze Landwirte: Innerhalb eines Jahres konnten die Schüler ihre Reisernte verdoppeln
Bei der Reisernte helfen alle mit

In Kambodscha unterstützt das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ die Salabalath-Schule der Salesianer. Hier lernen Kinder neben Rechnen und Schreiben auch, wie man die Reisernte verdoppeln kann – ein wichtiger Schritt in eine sichere Zukunft. 

Bildung ist in Kambodscha nicht selbstverständlich. Dreißig Jahre nach der Gewaltherrschaft der Roten Khmer können viele Kambodschaner weder lesen noch schreiben. Auch fehlt es an wichtigem Know-how in der Landwirtschaft, dem größten und in vielen Gegenden einzigen Wirtschaftszweig Kambodschas. Eine Schule in der Provinz Battambang will das ändern: Hier stehen nicht nur Lesen und Schreiben in der Landessprache Khmer, Englisch, Sport und Mathematik auf dem Stundenplan. Auch Landwirtschaft wird unterrichtet.

Auf ihrem Schulweg laufen die Jungen und Mädchen aus den Dörfern an üppigen Reisfeldern vorbei, die so typisch sind für diese Gegend: Nicht zu Unrecht trägt Battambang den Spitznamen „Reisschüssel Kambodschas“. Grosse Betriebe haben sich hier angesiedelt und produzieren mit moderner Technologie Reis zu billigen Preisen. Kleine Bauern, wie die Eltern der Kinder, können  davon nur träumen. Trotz der idealen klimatischen Bedingungen ernten sie kaum genug, um die eigene Familie satt zu bekommen. Der Grund: Es fehlt ihnen an modernen Bewässerungssystemen, hochwertigem Saatgut, Zugtieren, Ackergeräten und an Wissen, wie man Schädlinge abwehrt etwa oder die Felder vorbereitet und düngt. Die meisten müssen für ihren Lebensunterhalt in einer der vielen Ziegelfabriken der Region zusätzlich Geld verdienen. Auch Kinder schuften dort, um ihre Eltern zu unterstützen. Allerdings kommen inzwischen immer mehr Kinder höchstens noch in den Ferien zum Arbeiten in die Fabriken. Die Schule der Salesianer bietet ihnen einen besseren Weg aus der Armut: Bildung.

Aus dem selbst geernteten Reis wird in der Schulküche ein leckeres Mittagessen vorbereitet

Mit Bildung gegen Armut
Zehn Hektar Land gehören zur Schule. Neben Obst und Gemüse bauen die Schüler darauf vor allem Reis an – und erfahren in der Praxis, wie moderne Landwirtschaft funktioniert. Vom richtigen Vorbereiten des Bodens bis zur Ernte gibt es viel zu beachten: Die Madchen und Jungen lernen, wie man düngt, wie man das Feld am besten bewässert, welche Reissorten in der Region besonders gut gedeihen, wie sie Unkraut und Schädlinge bekämpfen müssen und wie sie durch die Aussaat verschiedener Sorten die Gefahr verringern können, dass eine Ernte ausfällt. Auch Traktorfahren und das Bedienen landwirtschaftlicher Geräte gehören zur Ausbildung.

Das Programm trägt Früchte: In diesem Jahr haben die Schüler doppelt so viel Reis geerntet wie noch im Jahr zuvor. Jetzt reicht die eigene Ernte nicht nur für das Mittagessen in der Schulküche. Die Jungen und Mädchen können mit dem zusätzlichen Reis auf dem Markt auch etwas Geld verdienen und ihre Familien unterstützen. Die Ausbildung, die sie in der Salabalath-Schule der Don-Bosco-Foundation erhalten, ist eine wichtige Grundlage für eine sichere Zukunft – fernab der Ziegelfabriken.


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