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Asien & Ozeanien

Die Zahl der Katholiken in Asien nimmt zu: Jeder neunte Katholik lebt mittlerweile auf diesem Kontinent. Dennoch stellen die rund 130 Millionen Katholiken nur drei Prozent der asiatischen Gesamtbevölkerung. Für christliche Minderheiten in vielen Ländern Asiens ist das Leben in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger geworden. Erstarkende fundamentalistische Strömungen im Islam, aber auch staatliche Repressionen bedrohen Christen etwa in Pakistan, Malaysia oder Indonesien. Beunruhigend ist die Situation auch in Teilen Indiens seit den Wahlen im Mai 2014, bei denen die hindu-nationalistische Bharatiya Janata Partei (BJP) deutlich gewann und Narendra Modi Premierminister wurde. Basisorganisationen der BJP verfolgen das Ziel, aus dem laut Verfassung säkularen Indien eine Nation der Hindus zu machen – etwa 80 Prozent der indischen Bevölkerung sind Hindus, Christen machen nur 2,3 Prozent aus. Seit dem Wahlsieg Modis hat es zahlreiche Übergriffe auf christliche Einrichtungen gegeben. Die Bedrohung der Religionsfreiheit in Indien trifft auch christliche Kinder und Jugendliche, die vielerorts in einem Klima der Sorge und Angst aufwachsen.

Schulbildung für Kinder armer und benachteiliger Minderheiten

Auch im kleinen, aber bevölkerungsreichsten Land Ostasiens, Bangladesch, sind Christen – etwa ein Prozent der Bevölkerung – nicht nur der Diskriminierung, sondern auch gewaltsamen Übergriffen ausgesetzt. Im Juli 2014 wurde die katholische Mission in Boldipukur (Diözese Dinajpur) überfallen und ausgeraubt. Dabei wurden Priester und Ordensschwestern schwer verletzt. Im November 2014 stürmten 200 Islamisten eine christliche Schule in der Stadt Konaban. Das Gebäude wurde teilweise verwüstet, die Kinder kamen mit einem Schock davon. Einige der Täter wurden verhaftet. Dabei genießen christliche Schulen in dem mehrheitlich muslimischen Land einen sehr guten Ruf. Mehr als 90 Prozent der dort eingeschriebenen Schüler sind muslimischen Glaubens. Die vom Kindermissionswerk unterstützten Schulen nehmen sich vor allem der Kinder armer und benachteiligter Minderheiten an, wie der Adivasi, Santal, Khasi, Bodo, Mandi oder Garos, die wie die Christen unter Diskriminierung leiden. Diese Schulen sind gute Beispiele für interreligiöse Zusammenarbeit.


 

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Kambodscha – HIV-/Aids-Programm

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Sri Lanka – Flüchtlingskinder

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Thailand - Ernährungs- und Gesundheitsprogramm

 
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