Tansania: Vom Miniaturmodell zur Skateanlage für 3.500 Kinder
Projektnummer: D 10 0154 091
„Der Skatepark funktioniert also! Mehr als das, die Kinder und Jugendlichen lieben ihn jetzt schon!", schreiben Tobi und Kaspar und Axel. In einem Blog haben die drei die Entstehung des ersten Skateparks Tansanias dokumentiert - vom Miniaturmodell aus Sand und Schlamm bis hin zur fertigen Sportanlage. Vier Wochen lang waren im Don-Bosco-Jugendzentrum im tansanischen Dodoma Betonmischer, Schubkarren und Maurerkellen im Einsatz. Bei der Einweihung der Anlage standen rund 200 Kinder erstmals auf dem Rollbrett.
Fotos: Tobias Andrea-Jäckering
Hinter dem Projekt steht die Initiative „skate-aid", die bereits Skate-Projekte in Afghanistan, Südafrika, Kenia und Uganda umgesetzt hat. Das Kindermissionswerk hat das Projekt finanziell unterstützt. Der Skatepark in Dodoma steht künftig rund 3.500 Jungen und Mädchen zur Verfügung. Die Schreinerlehrlinge des Don-Bosco-Jugendzentrums sollen lernen, Reparaturen an den Geräten selbst vorzunehmen. In einem weiteren Schritt werden sie selbst Skateboards produzieren und dadurch Einkommen generieren. Neben dem Bau des neuen Skateparks wurden die Sportanlagen des Jugendzentrums finanziert.
Ugandischer Skateboard-Profi als Trainer
Die neue Skateanlage hat auch einen eigenen Trainer: Douglas (21) von der Uganda Skateboard Union unterrichtet die Kinder auf dem Brett und bildet zudem weitere Skateboardtrainer aus. Er selbst war früher Teilnehmer des skate-aid-Projekts in Uganda und konnte jetzt sein Hobby zum Beruf machen. Das Üben mit dem Skateboard unter der Anleitung eines Profitrainers gelingt allerdings nur mit Disziplin. Gleichzeitig können die Kinder ihren Mut und ihr Können beweisen und entwickeln dadurch ein stärkeres Selbstvertrauen. Das wiederum hilft ihnen, sich im Alltag zu behaupten.




