PROJEKTE > Afrika & Naher Osten > Südafrika - Queenstown

Projekt finden

 

Reiseberichte aus aller Welt

Kinder stark machen gegen HIV/Aids

Ein Hilfsprogramm für betroffene Jungen und Mädchen in Südafrika

Wie keine andere Krankheit hat Aids das Gesicht der Welt verändert. Jedes Jahr sterben Millionen Menschen an den Folgen des Virus. Die Ausbreitung von HIV und Aids in Südafrika stellt eine der größten Heraus forderungen für das Land am südlichsten Zipfel des Kontinents dar. Die Immunschwächekrankheit entwickelt sich immer mehr zu einer Bedrohung des gesamten Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftsystem. Nach Schätzungen von UNAIDS aus dem Jahr 2008 leben in Südafrika 5,7 Millionen HIV-positive Menschen. Das entspricht ca. 18 Prozent der Gesamtbevölkerung – eine der höchsten Quoten Afrikas. Allein 1,4 Millionen Kinder in Südafrika sind durch die Pandemie zu Waisen geworden; 280.000Kinder sind bereits selbst infiziert.

Hilfe für von HIV/Aids betroffene Kinder in Südafrika
In der landwirtschaftlich geprägten Region Queenstown leitet die Diözese das Gesundheitszentrum Ntaba Maria. Arbeitslosigkeit, der verbreitete Analphabetismus und besonders die große Verbreitung von HIV/Aidsstellt die Region vor große Schwierigkeiten. Immer mehr Kinder verlieren ihre Eltern und müssen sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern. Viele sind oft selbst mit HIV infiziert. Um sich besonders für diese Kindereinzusetzen, wurde im Jahr 2004 unter der Leitung von Schwester Ancilla Lutuli das „Ntaba Maria Care Project“ initiiert. Ziel des Projekts ist es, die Lebensbedingungen der an Aids erkrankten Kinder und ihrer Familen durch präventive Maßnahmen und Ernährungsbeihilfen zu verbessern. Fünf Gesundheitshelfer sind in den siebenländlichen Pfarren der Region Queenstown tätig und versorgen mittlerweile 90 Kinder bis zu 15 Jahren und ihre Familien.

Damit auch die Waisenkinder zur Schule gehen können versorgen die Schwestern sie mit Kleidung und Schuluniformen.

Bei regelmäßigen Hausbesuchen werden Gespräche geführt und Alltagsprobleme besprochen. Außerdem erhalten die Kinder die notwendigen Medikamente. Da die meisten Familien große Schwierigkeiten haben, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und die Kinder ausreichend zu ernähren, erhalten sie monatlich Lebensmittelhilfen. Denn eine gesunde Ernährung ist für die jungen Patienten ein äußerst wichtiger Bestandteil der Therapie. Ein Großteil der Lebensmittel kann im eigenen Gemüsegarten des Zentrums angebaut werden. Um die Neuinfektionsrate zu senken und der Diskriminierung der kranken Kinder Einhalt zu gebieten, werden zudem gezielt Aufklärungsprogramme für Kinder und Jugendliche gefördert. Denn bis heute ist das Schweigen über Aids weit verbreitet. Werkrank ist, schweigt – aus Angst vor Diskriminierung und Isolation. Zur Weiterführung des wichtigen Programms bittet das Ntaba Maria Care Project das Kindermissionswerk um Unterstützung.


Bitte spenden Sie. Jeder Euro hilft.

>> Online-Spenden