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Gemeinsam gegen Aids

Ein Hilfsprogramm in Peru

Peru ist eines der Länder Lateinamerikas, in denen die Auswirkungen der Aids-Pandemie immer stärker zu spüren sind. Rund 100.000 Peruaner leben derzeit mit dem Virus – viele sind bereits an Aids erkrankt. Fast täglich verlieren Kinder ihre Väter oder Mütter durch die Krankheit. Sind werdende Mütter infiziert, so wird das Virus in den meisten Fällen bei der Geburt oder während der Stillzeit auf das Kind übertragen. Viele Kinder sind deshalb schon selbst mit dem HI-Virus infiziert.

Vorurteile über HIV/Aids sind weit verbreitet

Ein großes Problem ist auch in Peru die verbreitete Unwissenheit über Ursachen und Folgen einer HIV-Infektion. Vor allem in den Dörfern sind Vorurteile weit verbreitet. Unwissenheit und die Angst vor Diskriminierung halten viele Eltern davon ab, zum Arzt zu gehen – so steht die Stigmatisierung einer erfolgreichen Diagnose und Behandlung oft im Weg.

Da auch in der Region Piura immer mehr Kinder von HIV/Aids betroffen sind, setzt sich die „Asociación por la Vida“ (Verein für das Leben) gezielt für diese Kinder ein. Ziel ist es, die Lebensbedingungen der erkrankten Kinder durch präventive Maßnahmen und Ernährungsbeihilfen zu verbessern. Mittlerweile betreut die Asociación 46 Kinder bis zum Alter von 13 Jahren und ihre Familien. Bei regelmäßigen Hausbesuchen werden die Mädchen und Jungen medizinisch versorgt und zugleich psychologisch betreut. Da die meisten der Familien große Schwierigkeiten haben, den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen und ihre Kinder zu ernähren, erhalten sie zudem monatliche Lebensmittelhilfen. Denn eine gesunde Ernährung ist für die jungen Patienten ein äußerst wichtiger Bestandteil der Therapie. Zur Weiterführung des Programms bittet die Asociación por la Vida das Kindermissionswerk um Unterstützung.

Hat eins der Kinder Geburtstag, gibt es ein großes Fest und Popcorn für alle

Das schlimmere Übel ist die Tabuisierung der Krankheit

Wie keine andere Krankheit hat Aids das Gesicht der Welt verändert. Jedes Jahr sterben Millionen Menschen an den Folgen des Virus, längst nicht mehr nur in Afrika. Auch in Osteuropa, Asien und Lateinamerika ist das Virus auf dem Vormarsch. Die Verteilung der teuren anti-retroviralen Medikamente, die HIV-Infizierten ein vergleichsweise gutes Leben ermöglichen, ist weiterhin ein großes Problem. Das schlimmere Übel aber ist noch immer die Tabuisierung von Aids. Wer krank ist, schweigt, aus Angst vor Diskriminierung und Isolation. In den Projekten, die mit Hilfe der Sternsinger unterstützt werden, werden daher nicht nur HIV-Infizierte oder an Aids erkrankte Kinder medizinisch betreut oder für Waisen in Pflegefamilien oder Waisenhäusern ein neues Zuhause gesucht. Um die Neuinfektionsrate zu senken und der Diskriminierung Einhalt zu gebieten, werden gezielt Aufklärungsprogramme für Kinder und Jugendliche gefördert.


Gesundheitsprogramm für Kinder in Piura

Projektnummer:
D 08 0234 018
Projektpartner:
Asociación por la Vida
Unsere Hilfe:
27.000 Euro


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