Kinder und Aids

Alle 10 Sekunden stirbt irgendwo auf der Welt ein Mensch an Aids. Fast immer bedeutet das, dass ein Kind Vater oder Mutter verliert.

Bild von Phineas
Im Zentrum der Arbeit der Catholic Aids Action steht die Betreuung von Aids-Kranken innerhalb ihrer Familien. Zu den Aufgaben der freiwilligen Mitarbeiter zählt dabei die Pflege, Ernährungshilfe und medizinische Versorgung der Betroffenen.
Foto: Let's help

Die Immunschwächekrankheit Aids zählt neben Tuberkulose und Malaria zu den größten Pandemien unserer Zeit. Laut dem aktuellen Bericht von UNAIDS (November 2007) leben weltweit etwa 33,2 Millionen Menschen mit HIV. 15,2 Millionen Kinder sind durch die Pandemie zu Waisen geworden und bereits 2,1 Millionen sind selbst mit dem Virus infiziert. Das Kindermissionswerk hilft bei der Unterstützung von Waisenkindern, der Durchführung von Aufklärungsprogrammen und der Versorgung mit adäquaten Medikamenten.

Hilfe für Waisenkinder
Familie – vor allem in Afrika bedeutet das vielfach ein Leben ohne Eltern. Wenn Eltern an Aids erkrankt oder an den Folgen der Krankheit gestorben sind, werden die Kinder in der Regel von der Großfamilie aufgenommen. Jedoch stehen die Familien bereits selbst vor der Schwierigkeit, die eigenen Kinder zu ernähren, sodass die Aufnahme eines Waisenkindes oftmals zur Überforderung wird. Die ältesten Kinder sind so gezwungen, die Verantwortung für die jüngeren Geschwister zu übernehmen. Überfordert mit dieser schwierigen Aufgabe leiden die Kinder oft an Unterernährung und Krankheit. Das Kindermissionswerk spielt daher in zahlreichen Projekten bei der Unterstützung dieser so genannten Kinderhaushalte eine entscheidende Rolle. Mit Hilfe von Pflegefamilien können die Kinder zudem wieder in eine familiäre Umgebung integriert werden, und besonders durch die Förderung der schulischen und beruflichen Ausbildung schenkt das Kindermissionswerk den Kindern eine Perspektive für die Zukunft.


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