Diakon im Marathon

Diakon Bruno Korbmacher läuft 42 Kilometer zugunsten gehbehinderter Kinder

Der sportliche Diakon mit seinem eigens für den Marathon entworfenen T-Shirt. Foto: Kerstin Seeland

„Machen Sie dem Diakon Beine", so warb Bruno Korbmacher aus der Gemeinde Sankt Marien in Brake und Elsfleth augenzwinkernd um Unterstützung für die Schule „La alegria en el Señor" für gehbehinderte Kinder in der peruanischen Hauptstadt Lima - und verband damit sein sportliches Hobby mit einem guten Zweck.

Der laufbegeisterte Diakon wagte sich beim diesjährigen Oldenburger City-Lauf mit „Rückenwind" in Form von 4000 Euro bereits zugesagten Sponsorengeldern an die 42 Kilometer lange Marathon-Strecke. Selbst widrigste Witterungsbedingungen mit Sturm und Dauerregen konnten ihn und 3600 andere Läufer nicht in ihrem Eifer bremsen.

Am Streckenrand feuerten einige Sternsinger der Gemeinde Sankt Marien in Brake und Elsfleth „ihren" Diakon Runde für Runde lautstark an und sorgten mit weißen Baumwollmützen und rot-weißen Ratschen - als Hinweis auf die peruanische Nationalflagge - sowie lateinamerikanischem Temperament für eine tolle Stimmung.

Stolze 4.200 Euro kamen zusammen

Feierliche Scheckübergabe an die Sterninger der Gemeinde für ein Kinderprojekt in Peru. Foto: Evelyn Eischeid

Am Ende konnte sich Diakon Korbmacher über die beeindruckende Summe von 4200 Euro freuen. Er überreichte den Sternsingern einen symbolischen Scheck mit dem stolzen Laufergebnis. „Ich wollte stellvertretend für die Kinder in Peru laufen und so das Hilfsprojekt des Kindermissionswerks unterstützen. Unseren Sternsingern drücke ich auf diese Weise meine Anerkennung für ihren in jedem Winter tollen Einsatz aus", sagte Korbmacher, der bereits eine Woche später beim VGF-Staffelmarathon in Frankfurt sein sportliches Engagement wiederholte.

Der Betrag wird vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger" an die Schwestern der peruanischen Kongregation „Sirvas del Plan de Dios" weitergeleitet. Sie unterrichten am Rande von Lima insgesamt 110 Kinder in der Vor-, Primar- und Sekundarschule. Neben dem Unterricht profitieren die gehbehinderten Kinder von Therapie- und Rehabilitationsmaßnahmen. Sie finden mit der entsprechenden Ausbildung später leichter eine Lehrstelle. Die Schwestern erhalten mit der Hilfe aus dem Marathonlauf für ihre Schule eine Unterstützung zur Sanierung der Fußböden, zum Wiederaufbau einer Rampe für Rollstühle, die seit einem Erdbeben vor drei Jahren baufällig ist sowie für Reparaturen am Dach der Schulkapelle.