Petition gegen Handel mit Kindern und Jugendlichen

ECPAT sammelt in elf deutschen Städten Unterschriften gegen den Sex-Handel mit Kindern

Foto: Anne Theß/Kindermissionswerk

„NoNo" steht auf den großen Plastikhänden der Jugendlichen, die deutschlandweit Unterschriften sammeln, um Minderjährige vor Sexhandel zu schützen. Die jungen Erwachsenen wollen möglichst viele Menschen dazu bewegen, eine Petition gegen Handel mit Kindern und Jugendlichen zu unterzeichnen: Jede Unterschrift reicht sexuell ausgebeuteten Minderjährigen symbolisch die Hand.

Die Aktion möchte auf eine Petition aufmerksam machen, die vom internationalen Kinderrechtsbündnis ECPAT und dem Kosmetikunternehmen The Body Shop als Kampagne gegen den weltweiten Sex-Handel mit Kindern und Jugendlichen initiiert wurde. ECPAT (End Child Prostitution, Pornography, and Trafficking) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von 28 Institutionen und Gruppen, zu denen auch das Kindermissionswerk „Die Sternsinger" gehört.

Gelbe T-Shirts und „NoNo-Hände"
In insgesamt 66 Ländern fanden im Juli 2010 Aktionen jugendlicher Unterstützer in auffälligen gelben T-Shirts und mit großen „NoNo-Händen" statt. „Mit der Petition fordern wir Bundesregierung und -länder dazu auf, Opfer von Kinderhandel kindgerecht zu unterstützen und gleichzeitig ein nationales Meldesystem aufzubauen", erklärt Mechtild Maurer, Geschäftsführerin von ECPAT Deutschland e.V. 2011 werden alle weltweit gesammelten Unterschriften außerdem den Vereinten Nationen übergeben.

Mechtild Maurer hofft, dass Hunderttausende die Petition mit den Forderungen von ECPAT unterschreiben und dadurch entscheidende Verbesserungen im Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen erreicht werden können. Dazu gehört unter anderem eine gezielte Qualifizierung von Mitarbeitern bei Polizei, Jugend und Ausländerbehörden, so dass diese besser in der Lage sind, Opfer von Kinderhandel zu erkennen und zu unterstützen.

Schutz vor Missbrauch
Das Kindermissionswerk unterstützt seit vielen Jahren Präventionsprojekte gegen Kinderhandel, beispielsweise in Kambodscha und Nepal. Mit dem Bündnis ECPAT engagiert sich das Kindermissionswerk für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch. Das globale Netzwerk setzt sich dafür ein, dass die UN-Kinderrechtskonvention eingehalten, Ursachen von Missachtung aufgezeigt und Verstöße mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verfolgt werden.

Sie können die Petition hier >> direkt online unterschreiben.

 
Fakten zum Thema Kinderhandel
1,8 Millionen Kinder werden weltweit sexuell ausgebeutet. Da die Geschäfte der Menschenhändler im Verborgenen stattfinden, dürfte die Zahl sogar noch höher sein. Laut einer UN-Studie über Gewalt gegen Kinder erfahren jedes Jahr 150 Millionen Mädchen und 75 Millionen Jungen unter 18 Jahren sexuelle Gewalt.