„Vor denen müssen wir uns in Acht nehmen“

22 Artisten des südafrikanischen Zirkus Zip Zap feuern die deutsche Nationalelf in Pretoria an

Foto: Susanne Dietmann/Kindermissionswerk

Sie tragen schwarz-rot-goldene Perücken, Trikots von Bastian Schweinsteiger, Marcell  Jansen oder Philipp Lahm und feuern ihr Team mit Vuvuzelas in den deutschen Nationalfarben an, diesen furchtbar lauten, südafrikanischen Tröten, die bei der diesjährigen Weltmeisterschaft nirgendwo fehlen dürfen. Die rund 3.000 Zuschauer im Super Soccer Stadion in Südafrikas Hauptstadt Pretoria sind bestens ausgestattet – schließlich wollen sie die deutsche Nationalelf bei ihrem öffentlichen Training vor WM-Start gebührend empfangen.

Ganz vorne, direkt neben der Pressetribüne, sitzt eine kleine Gruppe Kinder und Jugendlicher, die – wenn auch ganz ohne Fanausstattung – begeistert der deutschen Mannschaft zujubelt, als diese das Stadion betritt. Für viele von ihnen sind Jogi Löws Jungs keine Unbekannten, sind sie doch erst vor knapp einem Monat auf dem Aachener Tivoli beim Benefizspiel gegen Malta gemeinsam mit ihnen auf dem Rasen gestanden. Eine Gruppe der Zirkusschule Zip Zap, einem Projektpartner des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, sind auf Einladung des Aachener Kinderhilfswerks zwei Wochen lang durch Deutschland getourt und haben in der ganzen Republik Jung und Alt mit ihrem Zirkusprogramm zum Lachen und Staunen gebracht.

Zirkuskünstler sind beliebte Interviewpartner
Diesmal sitzen sie selbst auf der Zuschauertribüne. 20 Kinder und zwei Betreuer sind auf Einladung des Deutschen Fußballbundes aus Kapstadt angereist. Viele von ihnen sind selbst begeisterte Kicker und wollen die Fußball-WM im eigenen Land auf jeden Fall im Fernsehen verfolgen. „Zip Zap 2010 Germany“ ist auf den weißen T-Shirts der Artisten zu lesen, das Geschenk einer deutschen Zirkusschule, mit der sie während ihrer Tour gemeinsam aufgetreten sind. Für die unzähligen Fotografen sind die Zirkuskinder ein beliebtes Fotomotiv und auch den Kamerateams beantworten sie geduldig alle Fragen zu ihren deutschen Lieblingsfußballern oder der Bedeutung der Weltmeisterschaft für Südafrika.

Und wer wird 2010 Weltmeister? „Vielleicht Deutschland?“, überlegt der zwölfjährige  Zirkusartist Claus laut. „Oder nein, Spanien. Aber ich werde auf jeden Fall Portugal anfeuern.“ „Ich hoffe, dass Bafana Bafana, unser südafrikanisches Team, gewinnt“, träumt hingegen sein Freund Xolani. „Aber die Deutschen haben heute sehr gut gespielt, vor denen müssen wir uns in Acht nehmen.“ Ein letztes Mal erhaschen die Kinder einen Blick auf die deutschen Fußballer, bevor diese nach eineinhalb Stunden Training in der Kabine verschwinden. „Aber ab Freitag werde ich mir auf jeden Fall alle Spiele anschauen, auch die deutschen“, verkündet Zirkusartistin Lisa. 

Das Training der deutschen Nationalmannschaft in Bildern

22 Ehrengäste beim Training der deutschen Nationalmannschaft: die Artisten der Zirkusschule Zip Zap.

Stolz halten die Zirkuskünstler ihre Tickets in die Kamera.

"Flic" hält alles mit der Kamera fest, schließlich sollen auch die Daheimgebliebenen ein paar Bilder zu sehen bekommen.

Gebannt warten rund 3.000 Fans auf ihre Stars. Die Sicherheitskräfte haben alle Hände voll zu tun.

Großer Jubel und Tröt-Konzerte, als die Spieler endlich erscheinen.

Das deutsche Fußballtrikot ist fast schon Pflicht, viele mögen es auch ganz bunt.

Beliebtestes Instrument bei der WM 2010: die Vuvuzela, eine Tröte, die eine Lautstärke von bis zu 120 Dezibel erreicht.

Diese junge Dame bläst noch etwas zaghaft in ihre Vuvuzela, ganz zur Freude der Zirkuskinder, die direkt vor ihr sitzen.

In den ersten Reihen haben die Kinder und Jugendlichen beste Sicht auf die Spieler.

Diese Mädchen bereiten schon mal die Autogrammkarten für ihre Stars vor.

Kapitän Philipp Lahm ist bester Laune.

Ein letztes Mal stecken die Spieler ihre Köpfe zusammen, dann beginnt das Training.

Die Zip Zap-Künstler sind gefragte Interviewpartner.

„Puh, mein liebster deutscher Fußballer?“ Diese Frage des Journalisten überfordert Alitha (16) doch ein wenig.

Während Xolani kritisch die Spielzüge der deutschen Fußballer beobachtet...

... rauft sich Zirkuskollege Claus die Haare.

„Die deutschen haben auf jeden Fall was auf dem Kasten“, urteilt Xolani. Der 13-jährige ist selbst begeisterter Fußballer.

Sinazo (14) feuert die Spieler mit ihrer Mini-Tröte an...

... während dieser junge Mann gleich ein ganz großes Horn mitgebracht hat.

"Flic" und Claus haben jede Menge Spaß.

Bis nach Sonnenuntergang schauen die Kinder der deutschen Mannschaft zu.

Bis diese nach eineinhalb Stunden das Feld wieder verlässt, ...

... beobachtet von den Zirkuskünstlern, die Jogi, Schweini und Co. zum Abschied noch einmal winken.