„Danke für euer Spüren, Sehen, Hören und Geben“
Projektpartner aus Mexiko bedankt sich für die Hilfe aus Deutschland
Gemeinsam mit der Egidius-Braun-Stiftung unterstützt das Kindermissionswerk „Die Sternsinger" die Stiftung für Erziehungshilfe, die „Fundación para la Asistencia Educativa" (FAE) in Mexiko-Stadt. In den drei Kindertagesstätten, die die Stiftung gegründet hat, finden rund 550 Kinder im Alter von wenigen Monaten bis zu sechs Jahren für ein paar Stunden am Tag ein schützendes Zuhause, bekommen warme Mahlzeiten und werden medizinisch versorgt. In einem Brief bedankt sich Roberto Guevara Rubio, Direktor der FAE, für die Hilfe der Sternsinger aus Deutschland.
"Liebe fleißige und mit uns so verbundene Spenderinnen und Spender, liebe Helfer des Kindermissionswerks!
Eure große und hoffnungsgebende Spende von insgesamt 18,200.oo Euro ist bei uns vor einigen Wochen wie ein Rettungsboot in Form von 329,431.44 mexikanischen Pesos über den Ozean angeschwommen gekommen. Wie nötig diese Hilfe war, können wir nur versuchen für einen Moment sichtbar und spürbar zu machen.
Das Jahr 2009 ging in der Fundación para la Asistencia Educativa, in der FAE, mit Sorgen und dunklen Perspektiven zu Ende. Zwar bekamen die Kinder in den Kindergärten und die Familien auf der Müllhalde Essen und ärztliche Versorgung wie Medikamente und auch das zum großen Teil aus dem ebenso sozialschwachen Umfeld stammende Personal konnte in der FAE frühstücken und Mittag essen als Ausgleich für sparsame Gehälter und als Unterstützung für eine gesunde Ernährung.
Aber all dies stand für das Jahr 2010 in den Sternen bzw. in den kleineren und grö?eren Smogwolken über der ausufernden Stadt. Denn Mexiko ist offiziell kein Entwicklungsland, auch wenn über 60 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze (über)leben müssen. So gehen die internationalen Spenden zurück, und auch die nationale Spenderbereitschaft schmilzt aufgrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation im Land.
Bisher wichtige nationale wie internationale Hilfe geht nach Haiti und die Spenden für die „ewig“ Armen wie unsere Müllhalden-Arbeiter werden schneller zu den „Katastrophen-Armen“ geschickt. Dieser Spenderwettkampf um das Leid, um ein Stück Brot, um eine rettende Medizin, eine Decke, einen Liter sauberes Wasser oder einfach eine Begleitung von außen wirkt oft grausam. Die Frage, wer hier oder dort mehr leidet, scheint absurd. Und immer wieder versuchen wir, in einem Chaos von Leidsituationen auf der Welt mit einer klaren Stimme um Hilfe zu rufen. Und wenn wir von Euch gehört und gesehen werden, wenn der Müll und seine Bewohner, Erwachsene wie Kinder, einen warmen Platz in Eurem Bewusstsein oder Eurem Herz finden, dann ist das ein großer Gewinn."
vollständiges Dankschreiben >>
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