Ein Rückblick auf zehn Jahre
Ein Stern als Staffelstab
Monsignore Winfried Pilz als Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ verabschiedet
Mit einer Sternsingerkrone und viel Musik verabschiedeten der Verwaltungsrat und die Mitarbeitenden des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ am 31. März ihren scheidenden Präsidenten Msgr. Winfried Pilz. Insbesondere mit zahlreichen stimmungsvollen Liedern ließ man dabei die insgesamt zehnjährige Amtszeit des „obersten Sternsingers“ Revue passieren. Auch im Namen der zahllosen kleinen Könige, denen Msgr. Pilz in den zurückliegenden Jahren begegnet ist, übergaben Sternsinger dem Prälaten zum Abschluss eine funkelnde Krone und einen großen Stern. Den Stern reichte Pilz wie einen Staffelstab an seinen Nachfolger Prälat Dr. Klaus Krämer weiter.
„Ich bin sehr dankbar für das tolle Miteinander, für den Einsatz aller Mitarbeitenden und die große Hilfsbereitschaft“, gab Msgr. Pilz das ihn erreichende Lob an seine nun ehemaligen Kolleginnen und Kollegen weiter. „Wir haben in den vergangenen Jahren eine gewaltige Entwicklung erlebt“, spielte der ehemalige Präsident vor allem auf die Ergebnisse der Aktion Dreikönigssingen in den zurückliegenden Jahren an. Als seine Ära wollte Pilz die Dekade jedoch nicht verstanden wissen. „Wenn es eine Ära war, dann die von Dr. Gotthard Kleine“, lobte er seinen Vorstandskollegen und Geschäftsführer. „Seinem“ Kindermissionswerk wünschte Msgr. Pilz alles nur erdenklich Gute: „Dem Werk, dem neuen Präsidenten und allen, die mitmachen, wünsche ich, dass es gut weitergehen möge.“
Laudato Si und viel Musik
In den stilvollen Räumlichkeiten des Sozialwerks Aachener Christen stand im Rahmen der Feierlichkeiten unter anderem ein Gottesdienst auf dem Programm, den Msgr. Pilz gemeinsam mit Prälat Krämer und Prof. Josef Sayer, Hauptgeschäftsführer von Misereor, zelebrierte. Musikalisch gestaltet wurde die Messe am Vormittag vom stimmgewaltigen Hauschor des Kindermissionswerks. Und mit viel Musik ging es nachmittags weiter. Der Komponist Siegfried Fietz war gemeinsam mit seinem musikalischen Partner Gerry Barth angereist – eine Hommage an die vielen gemeinsamen Liedprojekte, die ihn und Pilz verbinden. Denn nicht nur der deutsche Text des Liedes Laudato Si, auch viele Melodien und Liedtexte für die Sternsinger stammen aus der Feder von Msgr. Pilz. Raimund Wippermann, Rektor der Musikhochschule Düsseldorf und dem ehemaligen Kindermissionswerks-Präsidenten ebenfalls musikalisch eng verbunden, nutzte eben jene Lieder zu einer launigen Gesangsstunde mit den Anwesenden.
Prälat Krämer übernimmt Amtsgeschäfte
Die Übergabe des großen Sterns der Sternsinger bildete den Abschluss der Feier. „Ich nehme den Stern mit Freude an, denn er ist ein sehr schönes Symbol. Schließlich war der ganze Tag eine wahre Sternstunde“, freute sich Prälat Klaus Krämer über den vordergründig ungewöhnlichen, für das Kindermissionswerk jedoch so passenden Staffelstab. „Deine Zeit war eine gute Zeit, die mir Schubkraft gibt, den Stern weiterzutragen und auf dem aufzubauen, was du geleistet hast“, bedankte sich Prälat Krämer bei seinem Vorgänger. Die Amtsgeschäfte als Präsident des Kindermissionswerks übernimmt Krämer, zugleich Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks Missio in Aachen, am 1. April. Offiziell begrüßt wird der neue Präsident am Mittwoch, 26. Mai, mit einem bunten Bühnenprogramm auf dem Aachener Münsterplatz und einem Kindergottesdienst im Aachener Dom.
Deutsche Bischofskonferenz dankt Msgr. Pilz
Zu seinem Abschied dankte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) Winfried Pilz für sein Engagement als Präsident des Kindermissionswerks. „Sie haben in den Jahren Ihrer Präsidentschaft im Kindermissionswerk herausragend und ausgezeichnet gewirkt. Sie haben dem Werk und sich einen guten Ruf gemacht", schrieb der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der DBK, Erzbischof Dr. Ludwig Schick, in einem Dankbrief. Das Dreikönigssingen sei überall in Deutschland zu einer missionarischen Aktivität der Kinder- und Jugendpastoral geworden, deren Bedeutung immer noch zunehme. Zudem habe Pilz durch sein Auftreten bei den Partnern in aller Welt das Ansehen der deutschen Kirche gemehrt.
Jährlich 3.200 Projekte weltweit
Rund 3.200 Projekte für Not leidende Kinder weltweit werden jährlich vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ unterstützt. Einnahmen in Höhe von insgesamt 66,6 Millionen Euro standen dem Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland 2009 für seine Arbeit zur Verfügung. Gefördert wurden Projekte in 113 Ländern. Neben der Förderung der Kinder-Hilfsprojekte zählen der Einsatz für die Rechte von Kindern weltweit sowie die Bildungsarbeit zu den Aufgaben.






