Pilz: „Die Welt menschlicher machen“
Mit eindringlichen Worten hat Monsignore Winfried Pilz in Benediktbeuern auf die Not von Millionen Kindern in aller Welt hingewiesen. Als Präsident des Kindermissionswerkes „Die Sternsinger“ war er eingeladen worden, die Predigt zur dortigen Leonhardifahrt 2009 zu halten. Am Ende der Messfeier zeigte er der zahlreichen Wallfahrtsgemeinde ein kleines Pferd, das auf brasilianische Weise bemalt worden war: Auf der einen Seite trägt es Farben und Motive einer „Vida verde“, einer paradiesischen Welt, wie sie als Gottes Schöpfung allen Menschen zugedacht ist. Die Kehrseite ist eine Wüstenlandschaft mit zerstörten Hütten und heimatlosen Menschen.
Im Gedenken an den Tagesheiligen, Sankt Leonhard, der vor 1500 Jahren gelebt hat, sagte Pilz: „Bei allen erschreckenden Statistiken und deprimierenden Tagesmeldungen kommt es darauf an, gemeinsam einen ersten mutigen Schritt zu tun, dem viele weitere folgen. Die Kinder, besonders die Sternsinger, machen es uns vor. Wenn diese die aktuelle Jahreszahl über unsere Türen schreiben, bedeutet das im Sinne des Evangeliums, dass wir die kommende Generation nicht auf ein Millennium, das heißt auf tausend Jahre vertrösten dürfen. Als Christen müssen wir heute mithelfen, diese Welt menschlicher zu machen.“



