Nothilfe für Flüchtlinge im Norden Sri Lankas abgeschlossen
Vor allem Kinder und Schwangere profitieren vom Einsatz der Oblatenmissionare
„Ohne Ihre Hilfe wäre unserer Anwesenheit unter den Flüchtlingen nichts als leere Worte gewesen“, schreibt Pater Rene Beshman in einem Dankbrief an das Kindermissionswerk. Im Mai 2009 hatte das Kindermissionswerk den Oblatenmissionaren 30.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt, um den Kriegsflüchtlingen in Sri Lanka zu helfen. Mitten im umkämpften Norden der Insel konnte die Partnerorganisation mit dem Geld vertriebenen Kindern und Müttern helfen. Die Hilfe kam an – direkt und unmittelbar.
Von der Babydecke bis zum Moskitonetz
Vor allem Kinder und Schwangere profitierten von dem umfangreichen Nothilfeprogramm. Viele Kinder waren in einer sehr schlechten gesundheitlichen Verfassung und litten an Unterernährung. Neben umfangreicher medizinischer Betreuung erhielten sie auch Nahrungsmittelhilfen. So konnten mehr als 900 Kinder im Alter von ein bis zehn Jahren regelmäßig mit Milch versorgt werden. Darüberhinaus erhielten Familien mit Kindern Kleidung, Flaschen, Töpfe, Tee und Zucker. Außerdem verteilten die Hilfskräfte Babydecken und -kissen und für die Allerkleinsten auch Moskitonetze.
Fast 30 Jahre lang herrschte in Sri Lanka ein erbitterter Bürgerkrieg zwischen der Separatistenorganisation „Liberation Tigern of Tamil Eelam“ (LTTE) und dem sri-lankischen Militär. Zahlreiche Friedensbemühungen scheiterten, weil beide Seiten auf ihrer Position beharrten. Die LTTE strebte einen unabhängigen Staat „Tamil Eelam“ im Norden des Landes an, was die Regierung jedoch bis zuletzt strikt ablehnte. Seit dem 19. Mai gilt der Bürgerkrieg nach dem Sieg der Armee offiziell als beendet. Dem lange ersehnten Kriegsende gingen wochenlange erbitterte Kämpfe voraus. Allein in der letzten Aprilwoche flohen tausende Zivilisten vor den Auseinandersetzungen im Gebiet um Vanni im Norden des Landes. Schätzungen zufolge wurden rund 300.000 Menschen zu Flüchtlingen im eigenen Land.




