Ein bunter Wald voll guter Wünsche
Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ bietet Familienprogramm im Rahmen der Kinderrechtewochen
Aachen. Peter ist ganz vertieft in seine Arbeit. Während sich sein Großvater um die ersten grünen Blätter kümmert, schneidet der Siebenjährige einen selbstgemalten roten Apfel mit einem lachenden Gesicht aus. Nach einer Minute ist er fertig und flitzt mit seinem Werk um die Ecke. Denn dort im Eingangsbereich der Werkstatt im Aachener Ludwig Forum entsteht nach und nach ein von Kindern gebastelter bunter Wald: ein symbolischer Hoffnungswald für arme Familien auf Madagaskar.
Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger" und das Ludwig Forum haben im Rahmen der Aachener Kinderrechtewochen gemeinsam die Veranstaltung organisiert. Unter dem Motto „Kinderrechte hier und anderswo" waren besonders Großeltern mit ihren Enkeln eingeladen, sich spielerisch und gestalterisch mit den Problemen der Menschen auf Madagaskar auseinanderzusetzen.
Symbolisch entsteht ein neuer Wald auf Madagaskar
Am Anfang konnten sich die Teilnehmer einen kurzen und kindgerechten Film über das Leben der dreizehnjährigen Tsaheza anschauen. Das Mädchen erzählt darin von dem harten Leben ihrer Familie und davon, dass durch Rodungen immer mehr Wälder und damit auch die Tiere und Pflanzen verschwinden. Nach dem Film konnten dann die Kinder zu Wachsmalstiften, Pinsel und Schere greifen, um symbolisch für die Familien auf Madagaskar wieder einen bunten Wald entstehen zu lassen.
„Ich finde die Veranstaltung sehr gut", sagt Peters Großvater Teoman Erlnas. „Gerade bei Umweltthemen ist mein Enkel schon sehr sensibilisiert, wir sprechen zu Hause oft über solche Themen." Sigrid Nick hat ihre beiden Enkelinnen mitgebracht, um den beiden bei deren Besuch am Wochenende ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. „Ich glaube, den Kindern macht es Spaß, und solche Informationen sind auch angebracht. Die Kinder lernen etwas Fremdes kennen, und so was setzt sich auch fest", sagt sie. Ihre achtjährige Enkelin Alba hat sich sehr gut gemerkt, was im Film vorgekommen ist. Und mit ihrem selbst gebastelten Baum verbindet sie ganz bestimmte Wünsche für die Familien auf Madagaskar: „Ich wünsche mir, dass der Wald wieder wächst. Dass die Kinder im Wald spielen können und dass die Tiere wieder zurückkommen."
Der bunte Hoffnungswald wird bis Samstag, 26. September, in der Werkstatt im Ludwig Forum zu sehen sein. Dann findet dort von 15 bis 17 Uhr wieder eine ganz ähnliche Veranstaltung statt - diesmal steht das afrikanische Land Ruanda im Mittelpunkt. Nach einem kurzen Film können Großeltern mit ihren Kindern in einem Kunstworkshop ihr eigenes Dorf aus Ton gestalten. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es im Kindermissionswerk bei Regina Eckert de Villanueva - Telefon: 02 41 / 44 61-26, E-Mail: eckert@kindermissionswerk.de
Bericht und Fotos: Dominic Winkel

