18.400 Euro „för uns Pänz in Rio“

Benefizkostümsitzung für Straßenkinder in Brasilien

Sitzungspräsident Jürgen Blum (2. v.r.) mit dem Mädchenchor bei der Karnevalssitzung der „Kölsche Jecke“. Rechts daneben im Sträflingskostüm: Pastor Paul Stapel, der Zwillingsbruder von Franziskanerpater Hans Stapel.

18.400 Euro – fast 4.000 Euro mehr als im vergangenen Jahr – sammelten die „Kölsche Jecke“ bei ihrer diesjährigen Karnevalssitzung. Seit sieben Jahren unterstützt der Verein mit seiner Benefizveranstaltung „Kölsche Jecke för uns Pänz in Rio“ die Organisation „Fazendas da Esperança“ („Hof der Hoffnung“), einen Projektpartner des Kindermissionswerks "Die Sternsinger" in Brasilien.

In den Einrichtungen der Fazenda werden alkohol- und drogenabhängige Kinder und Jugendliche betreut. Weltweit gibt es mehr als 50 dieser Rehabilitationszentren, in denen Kinder durch Arbeit und ein spirituelles Leben lernen sollen, ihre Sucht zu überwinden.
In diesem Jahr kommt das Geld einem Zentrum in der Kleinstadt Teresópolis, rund 60 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro, zugute. Der Paderborner Franziskanerpater Hans Stapel hat dort das „Sítio Liberdade“ gegründet.

Zu dem Haus gehören zwei Gewächshäuser, ein Gemüsegarten und eine Bäckerei, in der die Kinder und Jugendlichen Brote und Kuchen zum Eigenbedarf und für den Verkauf backen. Außerdem stellen sie verzierte Kerzen, Rosenkränze und Armbänder aus Leder her, die ebenfalls an Besucher verkauft werden. Durch die handwerkliche Arbeit leisten die Mädchen und Jungen einen eigenen Beitrag zur Finanzierung des Projektes. Außerdem fassen sie neues Vertrauen in sich selbst und ihre Fähigkeiten und sind so in der Lage, später einen Beruf zu erlernen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.