Keine Patente auf Aids-Medikamente
Nacht der Solidarität am 20. Juni
Menschen in Totenhemden stehen vor einem schier unüberwindlichen Zaun, dahinter eine große Medikamentenschachtel. Diese Szene, die sich den Passanten in der Aachener Innenstadt am kommenden Samstag bieten wird, soll wach rütteln und aufmerksam machen. Aufmerksam auf die unzähligen Menschen weltweit, die keinen Zugang zu lebensnotwendigen Aids-Medikamenten haben und sterben müssen. Und auf das Profitinteresse von Pharmafirmen, die über Leben und Tod von Millionen von Menschen entscheiden. „Leben vor Pharmaprofit! Patente können tödlich sein“ lautet das Motto der bundesweiten Kampagne des Aktionsbündnisses gegen Aids, das die katholischen Hilfswerke MISEREOR, Missio und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, das Bistum Aachen und die Aachener Aidshilfe mit ihrem Aktionstheater unterstützen.
Die Kampagne zielt vor allem auf die drei Pharmafirmen Abbott, Bristol-Myers Squibb und Gilead und fordert diese auf, ihre in Indien gestellten Patentanträge zurückzuziehen. Nach Ansicht des Aktionsbündnisses gegen Aids behindern die Patentanträge den Wettbewerb – so bleiben die Aids-Medikamente für Arme unerschwinglich. An der Aktion nehmen auch Studentinnen und Studenten der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in Aachen teil. Außerdem werden Unterschriften für die Kampagne „Leben vor Pharmaprofit!“ gesammelt.
Die bundesweite Nacht der Solidarität findet jedes Jahr im Frühsommer statt. Sie ist eine Veranstaltung des Aktionsbündnisses gegen Aids, ein bundesweiter Zusammenschluss von rund 100 kirchlichen und nichtkirchlichen Organisationen der Aids- und Entwicklungszusammenarbeit. Gruppen aus ganz Deutschland beteiligen sich an der Nacht der Solidarität und erinnern in verschiedenen Veranstaltungen an von HIV und Aids Betroffene weltweit.
Fototermin anlässlich der
„Nacht der Solidarität“ am 20. Juni 2009 um 11.00 Uhr
auf dem Kleinen Münsterplatz vor dem Dom in Aachen


