Zirkus Capuchini – Kinder stiften Frieden
Junge Artisten aus Kolumbien finden ihren Weg abseits der Gewalt
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Frieden stiften, das wollen die jungen Artisten und Akrobaten des Zirkus Capuchini aus der Pfarrei San Luis Beltrán im kolumbianischen Cali. Die acht Jugendlichen und ihre Begleiter aus der 3-Millionen-Stadt im Süden Kolumbiens sind vom 28. November bis 3. Dezember auf Tour. In Schulen, Kirchen und Pfarrgemeinden zeigen sie mit Musik, Tanz, Theater und Akrobatik wie die Kultur ihres Heimatlandes Kolumbien aussieht. Kolumbien ist das Beispielland der kommenden, 51. Aktion Dreikönigssingen. Auftreten wird die Gruppe in Meßkirch, Balingen, Buxheim, Ottobeuren, Vöhringen, Ulm und Kaufbeuren.
Zur Gruppe „Circo y Teatro Capuchini“, die es seit Ende der 90er Jahre gibt, gehören bei der Tour die vier jungen Damen Martha, Elizabeth, Leidy Johanna und Nathalie sowie die vier jungen Herren Erick, Alejandro, Alexander und Steven. Bei ihren regelmäßigen Treffen in Cali werden nicht nur Zirkus-Attraktionen trainiert. Mit Akrobatik und gelebtem Glauben schaffen die Mitglieder der Pfarrei San Luis Beltrán Zusammenhalt und sagen der Gewalt in ihrem Viertel den Kampf an. In ihrem Stadtteil siedelten sich zuletzt Zehntausende Flüchtlinge an, die aus anderen Teilen Kolumbiens vertrieben wurden. Armut, Gewalt und Ausgrenzung sind in dem Viertel an der Tagesordnung.
„Damit der Baum des Lebens wachsen kann“
Bei dieser Situation setzt der Zirkus Capuchini an: Im Gespräch über ihre Lebenssituation bestärken sich die Mitglieder gegenseitig im Engagement für Frieden und Gerechtigkeit. Mit Theater, Rollenspiel und Akrobatik zeigen sie ihre Vision einer gewaltfreien Zukunft. Sie legen von ihrer Botschaft des Lebens in der Pfarrei und auf der Straße Zeugnis ab, damit – wie es ihr Transparent bei einer Straßenkundgebung darstellt – „in Kolumbien der Baum des Lebens wachsen kann“.
Ziel der Tournee sind die Begegnung und der Austausch zwischen Kindern und Jugendlichen in Deutschland und der Schweiz sowie in Kolumbien und das Kennenlernen einer innovativen Methode, der Gewalt und dem Misstrauen zu begegnen. Im „Circo y Teatro Capuchini“ gehen Reflexion, Engagement, Akrobatik und Theater Hand in Hand. Mit ihrem Wirken im Zirkus setzen sich die Jugendlichen für einen gewaltfreien Umgang in ihrem Stadtviertel ein, wo Armut, Arbeitslosigkeit, Kleinkriminalität und organisierte Gewalt den Alltag prägen. Die Mitglieder des Zirkus’ Capuchini sind überzeugt, dass den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Armee, Guerilla und Paramilitär in Kolumbien nur durch Verhandlungen ein Ende gesetzt werden kann und Waffengewalt keine gerechte Zukunft garantiert.






