Geschichte des Kindermissionswerks "Die Sternsinger"
Ein Kind gründet das Kindermissionswerk
Mehr als 160 Jahre besteht das Kindermissionswerk in Deutschland. Seinen Namen hat es in dieser Zeit mehrfach geändert - sein Ziel nicht. Denn als am 2. Februar 1846 das damals so genannte "Werk der heiligen Kindheit" in Aachen gegründet wird, steht das Ziel, "von Kindern für Kinder", bereits fest. Es war die Gründerin des Werkes, Auguste von Sartorius, die die Idee des Bischofs von Nancy, Charles de Forbin-Janson, aufgriff. Er hatte das Werk für die Kinder 1843 in Frankreich initiiert. Auguste hatte vom Leid vieler Kinder in China gehört und wollte schon als 16-Jährige etwas für die Gleichaltrigen tun.
1922 wird das Werk von Papst Pius XI. zum "Päpstlichen Werk" erhoben.
Seit 1950 wird nach der Festlegung durch Papst Pius XII. der sog. "Weltmissionstag der Kinder" - zwischen dem Weihnachtsfest und dem Dreikönigstag gelegen - begangen.
Die Sternsinger kommen
Dank des großen Engagements des damaligen Leiters, Pater Paul Koppelberg, die Kinder in Aktionen einzubinden. Im Rahmen der Aktion Dreikönigssingen, die seit 1959 vom Kindermissionswerk und seit 1961 auch vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) getragen wird, ziehen Kinder und Jugendliche von Tür zu Tür. Sie bringen als Sternsinger den Segen für das neue Jahr und erbitten eine Spende für Kinder in Not. Die Aktion wächst von zunächst 100 Pfarrgemeinden auf heute rund 12.000 Gemeinden und Gruppen, die sich beteiligen.
Ab 1980 leitet Prälat Arnold Poll 20 Jahre das Kindermissionswerk. Er besucht erstmals 1982 mit einer Gruppe von Sternsingern den Bundespräsidenten, 1984 erstmals den Bundeskanzler. Heute ist der Besuch und die Segnung der Amtssitze des Staatsoberhaupts und des Regierungschefs rund um das Dreikönigsfest am 6. Januar gute Tradition.
Fast alle Pfarrgemeinden nehmen am Sternsingen teil
Im Jahr 2000 übernimmt Monsignore Winfried Pilz das Amt des Präsidenten. In seiner Zeit wächst das Sternsingen weiter. Fast alle katholischen Pfarrgemeinden nehmen zu Beginn des neuen Jahrtausends am Dreikönigssingen teil. Am Neujahrstag 2001 führen erstmals deutsche Sternsinger die Gabenprozession im Gottesdienst mit Papst Johannes Paul II. auf dem Petersplatz in Rom an. Im Jahr 2006 feiert das Kindermissionswerk seinen 160. Geburtstag. Im Jahr 2008 begehen die Sternsinger ihre 50. Aktion.
Die Einnahmen haben sich dank des Engagements der Kinder und Erwachsenen im Laufe der Jahre vervielfacht. Sie liegen heute bei rund 69 Mio. Euro. Das Werk, das Auguste von Sartorius 1846 gründete, fördert jährlich 1,9 Millionen bedürftige Kinder in mehr als 3.000 Projekten in vielen Teilen der Welt.







