Kindermissionswerk stockt Pakistan-Hilfe auf
Lebensmittel und Medikamente für die Menschen in den Überschwemmungsgebieten
Seit nunmehr einem Monat kämpfen die Menschen in Pakistan gegen die schlimmsten Überschwemmungen in der Geschichte des Landes. Von der Flutkatastrophe sind nach UN-Schätzungen bis zu 20 Millionen Menschen betroffen. Rund ein Fünftel des Landes wurde bisher überschwemmt, etwa 1.600 Menschen starben. Mit 30.000 Euro aus den Mitteln der Aktion Dreikönigssingen hatte das Kindermissionswerk bereits die Nothilfe von Caritas International in den Überschwemmungsgebieten unterstützt. Nun stellt das katholische Hilfswerk weitere 14.800 Euro für die Flutopfer bereit.
Salesianer erwarten weitere 1.500 Flüchtlingsfamilien
Mit 10.000 Euro unterstützt das Kindermissionswerk die Salesianer Don Boscos, einen langjährigen Projektpartner. In Quetta, einer Stadt an der westlichen Grenze Pakistans, leitet die Gemeinschaft eine Berufsschule. Das Nothilfeteam der Salesianer hat bereits Lebensmittel und Medikamente an die Opfer der Flutkatastrophe, die in das Umland der Stadt geflohen waren, verteilt. Zwölf junge Helfer geben unter der Anleitung von zwei pakistanischen Ordensangehörigen und in Begleitung von Sicherheitskräften täglich Hilfsgüter an mehrere hundert Familien und ihre Kinder aus.
Pater Peter Zago, der Leiter von Don Bosco Quetta, berichtet: „Wir haben den Vorteil, dass wir über unsere Auszubildenden und Mitarbeiter im Berufsbildungszentrum viele Familien und Verantwortliche in den Dörfern persönlich kennen. Somit finden wir viele Möglichkeiten, das Mehl, Speiseöl und auch die Medikamente an die notleidenden Menschen weiterzugeben." In den kommenden Tagen erwarten die Salesianer die Ankunft von rund 1.500 weiteren Flüchtlingsfamilien in der Region.
Die Menschen haben alles verloren
In Khushpur, einem Dorf mit rund 1.000 christlichen Familien in der Diözese Faisalabad, unterstützt das Kindermissionswerk die Organisation für Gemeindeentwicklung (Organization for Community Development) aktuell mit 4.800 Euro. Die lokale Nichtregierungsorganisation setzt sich vorwiegend für Kinder und ihre Familien am Rande der Gesellschaft ein.
Die Region Khushpur ist von sehr starken Regenfällen betroffen, viele Häuser wurden zerstört. Die Menschen haben alles verloren - auch die Lebensmittelvorräte. Die Preise für Nahrungsmittel sind stark gestiegen und die Seuchengefahr durch verunreinigtes Wasser wächst. Die Partnerorganisation des Kindermissionswerks hat Lebensmittel an 100 kinderreiche Familien verteilt und Gesundheitscamps in Khushpur und vier benachbarten Ortschaften aufgebaut. Dort leisten die Partner medizinische Notversorgung und impfen die Kinder.
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