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Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ hat mit seinen Partnern

  • im Jahr 2010 nach dem Erdbeben 73 Projekte mit 5,7 Millionen Euro gefördert

  • im Jahr 2011 insgesamt 63 Projekte mit einer Gesamtsumme von 4,8 Millionen Euro gefördert
Foto: Alice Smeets/Kindermissionswerk

Haiti im Blick behalten

Trümmer bestimmen das Bild in vielen Straßen, aber auch in den Seelen der Menschen in Haiti hat das Beben vom 12. Januar 2010 starke Schäden hinterlassen. Besonders hart trifft es die Kinder: Verlust der Eltern und Familienangehörigen, Verletzungen, Zerstörung des Zuhause. Das Kindermissionswerk verliert Haiti jedoch nicht aus den Augen und hält die betroffenen Kinder im Blick.


So haben wir geholfen - so helfen wir auch weiterhin
Zur Zeit unterstützt das Kindermissionswerk mit seinen Partnern rund 20 Projekte in Haiti, zehn davon allein in Port-au-Prince. Schwerpunkte der Arbeit in der Hauptstadt in der Zeit vor dem Erdbeben waren Schulen, Einrichtungen für behinderte Kinder und Auffangzentren für Straßenkinder. Diese gilt es nun wieder aufzubauen und damit Kindern aber auch Erwachsenen wieder ein Stück Normalität zurückzugeben.

Wieder Tritt fassen im Leben
Gemeinsam mit geschultem Personal werden zunächst in gemieteten Räumen Kinder mit starker Angstsymptomatik behandelt. Die Kinder sprechen über ihre Erfahrungen und lernen durch Malen, Singen und Theater spielen die Angst zu überwinden, mit der Trauer zu leben, ihre eigenen Stärken zu entdecken. In Jacmel und Orangers südlich von Port-au-Prince an der Küste wurden drei Therapiezentren geschaffen. Von dort aus können auch Therapiesitzungen in anderen Stadtteilen organisiert werden. Auf diese Weise werden zunächst 500 zutiefst verunsicherte und verstörte Kinder erreicht und ihre Familien beraten.

In der Schule lernen, dass das Leben weitergeht
Die Schule in Haiti hat wieder begonnen, die Kinder gehen wieder in den Unterricht, auch wenn das eigentliche Schulgebäude oft nur aus einem Holz-, Zelt-, oder Wellblechdach besteht. Wände fehlen oftmals, genauso wie eine Tafel. Selbst Stifte, Papier und Bücher sind Mangelware.
Die Schule ist von großer Wichtigkeit, gerade für die Kinder aus armen Familien. Sie ist ihre Chance auf ein besseres Leben. Und sie hilft den Kindern, wieder in Normalität und Alltag zurückzufinden.

Die nächsten Jahre
Das Kindermissionswerk wird in den nächsten Jahren besonders den Bau von „Übergangsschulen" fördern. Das sind Schulen aus leichtem Baumaterial wie z.B. Holzpfosten und Sperrholzplatten und Dächern aus Wellblech. Diese Gebäude sind erdbebenfest und können auch einem Hurrikan standhalten. Die Kinder, die immer noch Angst haben, feste Gebäude zu betreten, können in diesen Schulen unbeschwert lernen. Ein weiterer Schwerpunkt wird der Neubau der Gehörlosenschule Institut Montfort sowie die psychologische Betreuung traumatisierter Kinder und Familien sein.

Die guten und die weniger guten Nachrichten liegen in Haiti sehr dicht beieinander. Doch die Botschaft ist klar: Die Kinder brauchen uns noch lange Zeit an ihrer Seite.