Israel/Palästina: Interreligiöser Austausch zwischen jüdischen und christlichen Schülern
Projektnummer: D 07 2321 005
Nazareth ist heute mit etwa 64.000 Einwohnern die größte arabische Stadt Israels. Etwa ein Drittel der Menschen hier sind arabische Christen. In der jüdischen und muslimischen Bevölkerung stellen sie also eine Minderheit dar. Trotz der Spannungen im Land sind ethnische und religiöse Auseinandersetzungen in Nazareth vergleichsweise selten. Die verschiedenen Kulturen leben hier eher nebeneinander her und wissen kaum etwas voneinander.
Begegnung und gegenseitiges Kennenlernen
Um Vorurteilen entgegenzuwirken, wurde im Jahr 2003 unter der Leitung von Daniel Rossing das „Jerusalem Center for Jewish-Christian Relations" (JCJCR) gegründet. Das Programm fördert den Austausch zwischen Kindern und Jugendlichen der jüdischen Mehrheit und der arabisch-christlichen Minderheit. Interkulturelle Jugendtreffen bieten die Möglichkeit zur Begegnung und zum gegenseitigen Kennenlernen.
Mit Hilfe des Nationalbüros der katholischen Schulen und des jüdischen Schulnetzwerks TALI wurden 150 christliche und 150 jüdische Schüler und Schülerinnen von je fünf Schulen zur Teilnahme ausgewählt. In den von jüdischen oder christlichen Lehrern moderierten Treffen werden Geschichte, Kultur und Tradition geteilt.
Vertrauen, Freundschaft und gegenseitiger Respekt
Die Jugendlichen können ihre Gedanken zu einer friedlichen Zukunft miteinander teilen - so wird Vertrauen aufgebaut, und es werden sogar Freundschaften geschlossen. Durch den gegenseitigen Austausch lernen die Jugendlichen die fremden kulturellen und religiösen Traditionen kennen und lernen, einander zu respektieren", schreibt der Direktor Daniel Rossing in einem Brief an das Kindermissionswerk.
Die Sternsinger unterstützen die Durchführung der Treffen, die Fortbildung der Lehrer und die Bezahlung des Koordinators.





