Babys ohne HIV

2009 wurden weltweit 370.000 Babys durch Mutter-Kind-Übertragung mit dem HI-Virus infiziert. Setzen Sie sich mit Ihrer Unterschrift im Rahmen des Aktionsbündnisses gegen AIDS gemeinsam mit dem Kindermissionswerk dafür ein, dass die Mutter-Kind-Übertragung bis 2015 gestoppt wird! Unterschreiben Sie jetzt>>
Leben mit HIV/Aids
Menschen aus den Projekten des Kindermissionswerks erzählen
„Ich möchte meinen Eltern helfen, wenn sie müde und krank sind“
Die Schwestern Vannak und Sovanny leben gemeinsam mit ihren Eltern, ihrem kleinen Bruder und der Großmutter in einer kleinen Hütte am Stadtrand von Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Obwohl ihre Familie sehr arm ist, dürfen Vannak und Sovanny zur Schule gehen.
Nach dem Unterricht helfen sie zu Hause und unterstützen ihre Eltern, so gut sie können. Sowohl die Mutter, als auch der Vater sind bereits an Aids erkrankt. Während Sovanny für die gesamte Familie kocht und das Haus sauber macht, kümmert sich Vannak um den einjährigen Bruder. Die Großmutter verdient etwas Geld mit Feldarbeit. Doch mit ihren 75 Jahren kann sie nicht mehr den ganzen Tag in der Hitze arbeiten. So lebt die Familie von dem kleinen Einkommen, das der Vater auf der Baustelle und die Mutter mit Müllsammeln verdienen. Der sechsköpfigen Familie stehen pro Monat gerade einmal 240.000 Riel, knapp 40 Euro, zur Verfügung. Die Schulausbildung von Vannak und Sovanny wird durch den Don Bosco Children Fund getragen. Da die kleine Vannak selber auch HIV positiv ist, kümmern sich die Mitarbeiter des Don Bosco Projekts auch darum, dass sie medizinisch überwacht und regelmäßig im Krankenhaus untersucht wird.
Für die Zukunft hat die Zwölfjährige konkrete Pläne. „Ich möchte Schneiderin werden“, sagt Vannak und strahlt. Ihre 14-jährige Schwester Sovanny hingegen möchte Krankenschwester werden. „Ich möchte eines Tages in der Lage sein, meinen Eltern zu helfen und sie zu pflegen, wenn sie müde und krank sind und nicht mehr zur Arbeit gehen können.“
Triline ist auf die Aids-Medikamente angewiesen
Jeden Morgen pünktlich um halb sechs fährt Kim Song auf seinem Motorrad zum „Little Sprouts Children Home“ der Organisation Maryknoll. In dem Heim, in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh, leben 14 HIV-infizierte Kinder. In seiner Tasche hat der medizinische Assistent für jedes Kind die morgendliche Ration der antiretroviralen Medikamente, die für die Kinder lebensnotwendig sind. Ein Kind nach dem anderen schluckt die Pillen mit einem Glas Wasser. Auf einem speziellen Formular trägt Kim Song für jedes Kind die Medikamentenabgabe ein. Exakt zwölf Stunden später wiederholt sich dasselbe Procedere. Unmittelbar nach dem Abendessen erhalten alle Kinder die zweite Tagesration.
Die neunjährige Triline aus dem HIV/Aids-Programm des Don Bosco Children Fund ist eines der 53 HIV-infizierten Kinder, die dringend auf die Aids-Medikamente angewiesen sind. Ihre Eltern hat sie bereits beide an den Folgen der Krankheit verloren. Triline fühlt sich im Kreis der anderen Kinder sehr wohl.
Aus Angst vor der Diagnose geht Elisabeth nicht zum Arzt
Mit 35 Jahren gehört Elisabeth Anyango zu den jüngsten Witwen der St. Monica's Widows Group in Madiany, im Westen Kenias. Bereits vor sechs Jahren hat sie ihren Mann an den Folgen von Aids verloren und blieb alleine mit drei Kindern zurück. Ihre beiden Töchter sind 13 und 11, ihr Sohn ist acht Jahre alt.
Elisabeth ist stark abgemagert und sehr schwach. Schon seit Wochen ist sie nicht mehr in der Lage, die Hausarbeit zu erledigen. So sind es ihre Kinder, die für sie sorgen und ihr die Hausarbeit abnehmen. Obwohl sie weiß, dass sie dringend ärztliche Hilfe braucht, ist sie aus Angst davor, dass man auch bei ihr den Virus feststellen könnte, bis heute nicht in ein Krankenhaus gegangen.
Mit Hilfe der St. Monica's Widows Group haben Elisabeth Anyango und ihre drei Kinder eine neue Hütte erhalten. Die Witwengruppe sorgt dafür, dass alle drei Kinder zur Schule gehen können und unterstützen Elisabeth mit den anfallenden Kosten. Regelmäßig besuchen sie die kranke Frau und helfen ihr, wo sie nur können.





