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Helfen über den Tod hinaus

Schwester Carola Germershausen und "ihre" Kinder sind dankbar für die Unterstützung durch Margarete Schildwach.

„Wenn Frau Schildwach uns aus der Ewigkeit zuschaut, wird sie sich freuen, wie viel Gutes ihr Nachlass bewirkt."

"Diese Hilfe ist ein wichtiger, unverzichtbarer Baustein für unsere Arbeit mit den Kindern. Möge Gott ihr das reichlich lohnen." So schreibt uns Schwester Carola Germershausen von den Nardini-Sisters aus Nlandla, Südafrika.

Schwester Carola kümmert sich mit ihren Mitschwestern in der Kwa-Zulu-Provinz um aidskranke und HIV-positive Kindern, so wie um jene Kinder, deren Eltern an AIDS gestorben sind und die nun auf sich allein gestellt sind.

Thabani hat vor kurzem seine Mutter verloren, nun kümmert sich seine Oma um ihn und seine Schwester. Die Oma versorgt noch fünf weitere Enkelkinder. In den letzten Monaten hat sie drei Töchter verloren. Thabani ist HIV-infiziert. Er braucht dringend Medikamente, aber das nächste Krankenhaus ist weit entfernt.

Schwester Carola nimmt sich der Familie an, organisiert einen örtlichen „care giver", der die Medikamente zur Verfügung stellt und die Einnahme überwacht. Regelmäßig kommt Schwester Carola zu Besuch, organisiert das, was fehlt (Nahrung, Kleidung, Baumaterial) und gibt Tipps und Hinweise.

Die Not ist groß – Kinder ohne Familie finden bei den Schwestern eine Herberge.

Ein Zuhause bei den Schwestern

Kinder ohne Familie können auch im Haus der Schwestern unterkommen. Etwa 30 Kinder leben im Moment dort. Wenn ihr gesundheitlicher und psychischer Zustand stabil ist, dann wird für sie eine Pflegefamilie gesucht, damit wieder Platz für kranke oder traumatisierte Kinder geschaffen werden kann - die Kapazitäten sind begrenzt und die Not groß.

Die Nardini-Schwestern arbeiten unter einfachsten Bedingungen, sie sind für die Ärmsten da: für die Kinder, die schon so viel Leid und Not erlebt haben und denen manchmal die Hoffnung zu schwinden droht. Die Ideen von Schwester Carola sind fast grenzenlos - ihr fällt immer eine Lösung ein (sagen die Menschen vor Ort) und Schwester Carola ist dann froh, dass sie nicht allein vor den Aufgaben steht, sondern Menschen wie Margarete Schildwach an ihrer Seite weiß.

Ihr Herz schlägt für die Kinder in Thabani

Beide, Schwester Carola und Margarete Schildwach, sind sich niemals begegnet, haben sich nicht gekannt und doch fühlten und fühlen sie sich einander sehr nah, denn ihr Herz schlug und schlägt für Kinder wie Thabani.

Über viele Jahre hat Margarete Schildwach die Arbeit der Nardini-Sisters mit regelmäßigen Spenden über das Kindermissionswerk „Die Sternsinger" unterstützt und vom Wirken der Schwestern erfahren. Südafrika - dazu hatte Margarete Schildwach noch aus Jugendtagen eine Verbindung. Mit ihrer Pflegefamilie, sie war mit sechs Jahren Vollwaise, hatte sie dort 11 Jahre gelebt. Ihr weiteres Leben war vielleicht nicht immer einfach: sie, die sich immer für Kinder engagiert hat, blieb selbst kinderlos. Ihr Mann war lange krank und starb früh. Aber Margarete Schildwach hat immer wieder Kinder getroffen, die sie ein Stück des Weges begleiten konnte und denen sie so manchen Stein aus dem Weg räumen konnte.

Den Kindern den Weg zu bereiten, das war ihr dann auch ein Anliegen über den Tod hinaus. So hat sie verfügt, dass ein guter Teil ihres Vermögens nach ihrem Tod dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger" zufällt, um „Waisenkindern in Afrika" zu helfen.

2006 ist Margarete Schildwach im Alter von 98 Jahren verstorben. In ihrem Sinne wird nun die Arbeit von Schwester Carola und den Nardini-Sisters weiterhin unterstützt.