Fragen & Antworten
Wichtige Informationen zum Sternsingen
Jedes Jahr erreichen uns im Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ per Telefon, Brief oder E-Mail zahlreiche Fragen rund um die Aktion Dreikönigssingen. Die wichtigsten haben wir hier für Sie beantwortet. Natürlich stehen wir Ihnen auch persönlich für Ihre Fragen zur Verfügung – nehmen Sie mit uns Kontakt auf oder sprechen Sie mit den Verantwortlichen Ihrer Diözese.
- Was bedeutet der Segen „C+M+B“? Gibt es eine richtige Schreibweise?
- Wie kommen die Sternsinger ins Bundeskanzleramt?
- Wohin geht das gesammelte Geld? Was bedeutet das Beispielland?
- Muss das gesamte Geld ans Kindermissionswerk geschickt werden?
- Was geschieht mit Geld, das die Sternsinger ausdrücklich für sich selbst bekommen?
- Was ist zu tun, wenn eine Pfarrei keine Spendenquittungen ausstellt?
- Woran erkennt man „echte“ Sternsinger?
- Sind die Sternsinger auf ihrem Weg von Haus zu Haus versichert?
- Wie alt sollten die Sternsinger und ihre Begleiter sein?
- Können auch evangelische Kinder beim Sternsingen mitmachen?
Was bedeutet der Segen „C+M+B“?
Gibt es eine „richtige“ Schreibweise?
Der „vollständige“ Segen für die kommende Aktion Dreikönigs singen lautet: 20*C+M+B+09. Der Stern steht für den Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Symbolisch tragen die Sternsinger ihn mit sich; er ist Zeichen für Christus. C+M +B stehen für die lateinischen Worte „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus.
Volkstümlich werden die drei Buchstaben als Kürzel für die überlieferten Namen der drei Weisen verstanden: Caspar, Melchior und Balthasar. Die drei Kreuze bezeichnen den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Gott ist Mensch geworden, um uns Menschen ganz nahe zu sein – auch im Neuen Jahr 2009.
Wie kommen die Sternsinger ins Bundeskanzleramt?
Seit 1984 gibt es die Tradition, dass die Sternsinger im Bundeskanzleramt empfangen werden. Natürlich können nicht alle Sternsinger aus Deutschland nach Berlin fahren. Deshalb gibt es nun schon seit zwanzig Jahren den „Sternsingerwettbewerb“, den Sie auf den letzten beiden Seiten des Werkhefts finden. Aus allen Teilnehmenden mit der richtigen Lösung losen wir eine Gruppe aus jedem Bistum aus, die dann Anfang Januar zum Empfang nach Berlin fahren darf.
Wohin geht das gesammelte Geld?
Was bedeutet das Beispielland?
Mit dem Geld, das die Sternsinger sammeln, unterstützt die Aktion Dreikönigssingen jährlich gut 3.000 Projekte für Kinder in Not. Eine „Vergabekommission“ prüft und bewilligt dafür Projektanträge aus aller Welt. Der Rechenschaftsbericht zeigt, wo die Hilfe der Sternsinger greift. Sie finden ihn im Infopaket zum Dreikönigssingen. Einen pädagogischen Schwerpunkt setzt die Aktion Dreikönigssingen mit Beispielland und Motto. So soll den Sternsingern die Lebenssituation von Kindern am konkreten Beispiel eines Landes nahegebracht werden. Gesammelt wird aber nicht nur für dieses eine Land, sondern für alle Projekte.
Muss das gesamte Geld ans Kindermissionswerk geschickt werden?
„Die in den Pfarreien gesammelten Mittel der Aktion müssen an das Kindermissionswerk überwiesen werden.“ So hat es die Deutsche Bischofskonferenz in der „Ordnung für die Aktion Dreikönigssingen“ vom 24. Juni 2003 eindeutig festgelegt. Die deutschen Bischöfe bestätigen diese Praxis jährlich mit ihrem Aufruf zur Aktion Dreikönigssingen. Dort heißt es jedes Mal: „Die Erträge der Aktion Dreikönigssingen sind ohne Abzüge dem Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ zuzuleiten.“ Warum diese Regelung? Die Aktion Dreikönigssingen lebt vom immer neuen Einsatz unzähliger Kinder, Jugendlicher und Erwachsener. Damit eine so große Basisbewegung transparent und vertrauenswürdig bleibt, muss es Grundsätze und Regeln geben. Sie sorgen dafür, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Was geschieht mit Geld, das die Sternsinger ausdrücklich für sich selbst bekommen?
Diese Frage taucht vor Ort immer wieder auf. Eine pauschale Lösung kann es da nicht geben. Es ist schön, wenn Sternsinger anstelle von „Taschengeld“ eine kleine Anerkennung in Form von Süßigkeiten bekommen. Doch kommen manche Gruppen mittlerweile mit erheblichen Mengen nach Hause. Hier und da teilen Gemeinden die „Beute“ solidarisch mit Kindern, bedürftigen Familien oder einer Tafel-Initiative. Schwieriger ist es, wenn Sternsingern Geld bewusst außerhalb der offiziellen Sammelbüchse gegeben wird. Den Sternsingern und ihren Begleitern sollte deutlich sein, dass sie nicht für sich selbst, sondern für Not leidende Kinder in aller Welt sammeln. Im Zuge der inhaltlichen Vorbereitung auf das Dreikönigssingen ist daher ein Gespräch über das Wesen und das Ziel der Aktion mit Betreuern und Sternsingern sinnvoll.
Was ist zu tun, wenn eine Pfarrei keine Spendenquittungen ausstellt?
In jedem Fall kann das Kindermissionswerk Spendenquittungen ausstellen. Name und Anschrift des Spendenden sowie der Betrag können über das Pfarrbüro ans Kindermissionswerk weitergeleitet werden.
Woran erkennt man „echte“ Sternsinger?
Zum Schutz der Aktion empfehlen wir, die Sternsinger oder zumindest die Begleiter mit Ausweisen auszustatten. Darauf sollte in der Pfarrei hingewiesen werden. Diese finden Sie als Kopiervorlage im Werkheft und auf der CD zur Aktion. Natürlich können Sie die Ausweise auch in der gewünschten Anzahl beim Kindermissionswerk bestellen. Mit dem Stempel der Pfarrei kennzeichnen sie eine Sternsingergruppe als „echt“.
Sind die Sternsinger auf ihrem Weg von Haus zu Haus versichert?
Veranstalter der Aktion vor Ort ist die Pfarrei. Für das Sternsingen gilt das gleiche wie für andere Aktivitäten von Jugendgruppen in Schule oder Gemeinde: Wenn einmal etwas passiert, greift zunächst die private Haftpflicht der Eltern des Kindes, das den Schaden verursacht. Die Versicherung der Pfarrei – je nach Bistum ist das unterschiedlich geregelt – tritt dann bei Bedarf ergänzend ein. Zu beachten sind die Regeln der Aufsichtspflicht und der Haftpflicht: Alle Leiterinnen und Leiter von Kinder- und Jugendgruppen tragen Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen, die sie beaufsichtigen. Wem Minderjährige zur Beaufsichtigung anvertraut sind, der muss dafür sorgen dass diese nicht zu Schaden kommen und niemand anderem Schaden zufügen.
Wie alt sollten die Sternsinger und ihre Begleiter sein?
Vielerorts sind Kinder beim Sternsingen dabei, die noch nicht zur Schule gehen. Doch Sternsinger sind nicht einfach „niedlich“. Sie bringen den Segen des menschgewordenen Gottes und setzen sich für Altersgenossen in Not ein, Diese Verantwortung sollte den Kindern und Jugendlichen durchaus bewusst sein. Wenn Sie die Aktion vor Ort durchführen, sollten Sie dafür sorgen, dass alle Sternsinger verstehen und auch anderen erzählen können, was der Sinn ihres Tuns ist. Und „Sternsinger“ heißen nicht umsonst so – ein bis zwei Lieder auswendig singen zu können, gehört dazu. Das Mindestalter für Begleiter ist nicht gesetzlich festgelegt. Wer die Sternsinger begleiten kann, muss aufgrund der persönlichen Reife entschieden werden. Auch die Begebenheiten vor Ort spielen eine wichtige Rolle.
Können auch evangelische Kinder beim Sternsingen mitmachen?
Ja, und sie tun das schon seit langem! Das Sternsingen ist – in ökumenischer Offenheit – eine katholische Aktion. Als Brauchtum hat es seine Wurzeln in der katholischen Kirche. Hier hat auch seit die Aktion Dreikönigssingen ihren Ort. So wird sichergestellt, dass ihre Grundsätze und Ziele im Blick bleiben. Wo im konkreten Einzelfall Fragen zum Umgang mit ökumenischen Initiativen und Projekten bleiben, zeigt die Ordnung für das Dreikönigssingen Lösungswege auf. Die Aktion Dreikönigssingen ist ein Markenzeichen und rechtlich geschützt. Dafür, dass ihre Spielregeln respektiert werden, setzen sich die Träger – Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – konsequent ein. Wir freuen uns über alle, die mit Begeisterung bei der Aktion Dreikönigssingen mitmachen. Zugleich sorgen wir als Träger für eine geordnete und transparente Weitergabe der Gelder. Die geförderten Projekte sind konkret und überschaubar. So können alle, die ausdrücklich den Sternsingern ihre Spenden geben, darauf vertrauen, dass die Hilfe bei denen ankommt, die sie dringend benötigen. In den Publikationen und besonders im Rechenschaftsbericht zur Aktion Dreikönigssingen wird deshalb immer wieder anschaulich dargestellt, was mit dem Geld konkret geschieht.





