GESCHENKE für den kleinen König
Bis heute sind die Geschenke, die die Sterndeuter zur Krippe brachten, kostbar und voller Geheimnisse.
Mystische Düfte
- Schon 1500 Jahre vor Christus waren Weihrauch und Myrrhe bei den Ägyptern bekannt. Sie nannten diese „Tränen des Horus", der Gottheit der Sonne und des Mondes.
- Weihrauch und Myrrhe werden als Harze aus Bäumen und Sträuchern gewonnen.
- Weihrauchbäume und Myrrhesträucher sind eng miteinander verwandt. Sie wachsen in Nordostafrika, auf der arabischen Halbinsel und im fernen Osten.
Weihrauch
- In der Antike haben die Menschen ihren Göttern Weihrauch geopfert.
- Die Könige brachten Weihrauch zur Krippe, weil sie vielleicht ahnten, dass Jesus auch Gott ist. Weihrauch mag im Stall auch Wohlgeruch verbreitet haben.
- Im Gottesdienst wird Weihrauch als Zeichen für die aufsteigenden Gebete der Gläubigen verwendet.
- Er wird auch gerne für Duftlampen und in der Medizin benutzt.
Myrrhe
- Die Myrrhe ist ebenfalls ein Harz. Das Wort bedeutet in der arabischen Sprache „bitter“.
- Man kennt Myrrhe als Heilmittel, aber auch zur Einbalsamierung der Toten. In der Bibel wird immer davon berichtet. Auch die Frauen, die das Grab Jesu am Ostermorgen besuchten, wollten den toten Körper Jesu noch einmal salben.
- Heute wird Myrrhe auch in der Medizin benutzt.
Gold
- Das Gold, das die Könige Jesus brachten, war etwas besonders Kostbares, das man früher nur Königen schenkte.
Heute kommen die Sternsinger mit ganz anderen Geschenken zur Krippe: Sie bringen Geld, die sie auf ihren Wegen durch die Pfarrgemeinden gesammelt haben.
Wenn sich Kinder heute als Sternsinger verkleiden, dann erzählen sie – wie ihre Vorbilder – von der Geburt Jesu. Denn als die drei Sterndeuter damals ihren König gefunden hatten, machten sie sich eilends wieder auf den Weg zurück in ihre Heimat. Sie konnten es kaum abwarten, anderen kundzutun, was sie gesehen und erlebt hatten. Doch was ist das Besondere dieses Königs, von dem es sich lohnt zu erzählen?
Anders als der herrschende König Herodes wollte Jesus nicht einen Thron besteigen. Er zog durchs Land und nahm die Menschen wahr, so wie sie wirklich waren. Er erfreute sich an jedem Einzelnen, aber er sah auch ihren Kummer und ihre Not. Die Menschen, die ihm begegneten, spürten auf ganz besondere Weise, wie sehr Gott sie liebt – und zwar alle Menschen, die Armen und Reichen, die Schwachen und Starken, die Kleinen und Großen.
Die Sternsinger haben sich dies zu Herzen genommen. Sie sehen, wie Kinder in Asien, Afrika, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa leben und sich fragen müssen:
- Wie kann ich zur Schule gehen und etwas lernen?
- Wo bekomme ich für heute etwas zu essen?
- Wie kann ich meiner kranken Großmutter helfen?
- Wo finde ich ein Zuhause?
Wenn die Sternsinger den Segen Gottes für das kommende Jahr an die Türpfosten schreiben, dann bitten sie gleichzeitig um eine Geldspende für andere Kinder auf dieser Welt. Dabei zählt jeder Cent. Nur wenn viele dazu beitragen, können alle Menschen auf der Welt gut leben. So zahlreich wie die Sterne am Himmel erscheinen, so oft können auch wir selbst zu kleinen Sternen für andere werden. Es verwundert nicht, dass die Sternsingeraktion weltweit zur größten Hilfsaktion von Kindern für Kinder geworden ist.
Bastelanleitung: Geld-Schmuckdose
Material
leere Zigarrenkiste aus Holz,
Goldpapier oder Goldspray,
Edelsteine (aus Plastik),
Kleber,
Schere,
kleines Vorhängeschloss
Der Deckel der Zigarrenkiste wird mit einem Schlitz versehen. Durch Spray oder in Folie eingepackt erhält die Dose ihren goldenen Glanz. Zur Verzierung werden Edelsteine aufgeklebt. Die Kinder können die „Schatztruhe“ verzieren, indem sie kleine Formen (Kreise, Dreiecke…) aus farbiger Folie ausschneiden und diese aufkleben.
Die Sammeldosen müssen auf jeden Fall (mit einem kleinen Vorhängeschloss) verschlossen, besser noch verplombt sein. Plomben erhält man beim Caritasverband oder anderen Institutionen, die Spenden sammeln.







