| 16. Mai
2008
Kleine Könige in prächtigen Kostümen
Sternsinger-Modenschau zur
Geburtstagsfeier in Osnabrück

Klasse Kostüme und bei der Modenschau
in Osnabrück mit dabei: die Sternsinger aus Emsbüren, Bistum
Osnabrück. Bild
zum Download (JPEG, 704 KB)
Aachen/Düsseldorf. Zu Jahresbeginn machten
sie sich unter dem Motto „Sternsinger für die Eine Welt“ auf
ihren Weg zu den Menschen. Im Rahmen des kommenden Katholikentages
in Osnabrück
werden sie bei der großen Geburtstagsparty ihrer Aktion Dreikönigssingen
die Bühne erobern: Rund 40 Sternsinger aus vier Pfarrgemeinden
werden am Samstag, 24. Mai,
beim Weltkinderfest ihre
Königsgewänder
präsentieren, die zu den prächtigsten in Deutschland
gehören
dürften. 40 Gruppen, allesamt mit tollen Gewändern beim
Dreikönigssingen
aktiv, hatten sich per Foto für die Modenschau in Osnabrück
beworben. Mit glitzernden Kronen, kunstvollen Sternen, edlen Stoffen
und außergewöhnlichen Designs sicherten sie sich durchweg
die Anerkennung der Organisatoren. Den Verantwortlichen aus den
Reihen des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ und
des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) fiel die Auswahl
der Gewinner
nicht leicht, die auf deren Einladung nun beim Katholikentag und
bei der Feier zur 50. Aktion mit dabei sind. Ohne weitere Platzierungen
wurden die Sternsinger der Pfarrgemeinden St. Andreas in Emsbüren
(Bistum Osnabrück), St. Johannes in Michelfeld (Erzbistum
Bamberg), St. Stephan in Weinstadt-Großheppach (Bistum Rottenburg-Stuttgart)
und St. Wolfgang in Augsburg (Bistum Augsburg) als Sieger gekürt.
Teilweise moderiert von den eigenen Näherinnen und Sternsingerbegleitern
werden die Gruppen ihre Gewänder dem Publikum präsentieren.
Das
Weltkinderfest im Rahmen des Katholikentags in Osnabrück rundet
am Samstag, 24. Mai, im Schlossgarten die Feiern zur 50. Aktion
Dreikönigssingen
ab. Von 13.30 bis 16.30 Uhr stehen neben der Modenschau auf einer
großen
Bühne Tänze und Musik sowie Interviews mit Sternsingern
und Gästen aus der Einen Welt auf dem Programm.
1.769 Zeichen
244 Worte
Klasse Kostüme und bei der Modenschau
in Osnabrück mit dabei:
...
die Sternsinger aus Augsburg.
(Download
JPEG, 988 KB)
...
die Sternsinger aus Michelfeld, Bistum Bamberg.
(Download
JPEG, 652 KB)
...
die Sternsinger aus Weinstadt, Bistum Rottenburg-Stuttgart.
(Download
JPEG, 752 KB)
... nach oben
16.
Mai 2008
Gesicht zeigen für Gerechtigkeit
Kindermissionswerk engagiert
sich beim Katholikentag in Osnabrück

Aachen. „Ich
will, dass alle Kinder genug zu essen haben!“, „Ich
will, dass alle Kinder zu Schule gehen können!“ oder „Ich
will, dass allen kranken Kindern geholfen wird!“ – Mädchen
und Jungen, die diese kindgerechten Übersetzungen einzelner Millenniumsziele
unterstützen wollen, sind während des 97. Deutschen Katholikentags
beim Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ an der richtigen
Stelle. Unter dem Motto „Gesicht zeigen für Gerechtigkeit“ lädt
das Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in der kommenden Woche
zu einer Aktion in Osnabrück ein. Darüber hinaus stehen ein
großes Kinderfest zum 50. Geburtstag der Aktion Dreikönigssingen,
verschiedene Bühnenprogramme, gemeinsame Veranstaltungen mit
den weiteren weltkirchlichen Hilfswerken sowie eine Podiumsdiskussion
zur
Situation der Kinder im Heiligen Land auf dem Programm.
Mit einer farbenfrohen
Sonderausgabe des Kindermagazins „Sternsinger – Kinder
mit einer Mission“ bewirbt das Kindermissionswerk die Aktion „Gesicht
zeigen“ und erklärt mit dem Einsatz für die Millenniumsziele
auch deren Hintergründe. Von Donnerstag, 22. Mai, bis Samstag,
24. Mai, können sich Kinder am Informationsstand im „Eine-Welt-Dorf“ (St.
Johann, Johannisfreiheit) fotografieren lassen. Montiert in eine Postkarte
mit einer der griffigen Forderungen zeigen die Mädchen und Jungen
dann ihren Einsatz für eine gerechtere Welt. An allen drei Tagen
gestaltet das Kindermissionswerk im „Eine-Welt-Dorf“ jeweils
einen Teil des Bühnenprogramms. Flankiert von internationaler
Musik und Tänzen aus aller Welt kommen unter dem Leitwort „Kinder
helfen Kindern“ Mädchen und Jungen zu Wort, die sich für
benachteiligte Gleichaltrige in den Ländern des Südens einsetzen.
Am Donnerstag steigt das Programm an St. Johann von 14.30 bis 15 Uhr,
freitags von 11.50 bis 12.30 Uhr und samstags werden die Kinder von
17.20 bis 18 Uhr die Bühne erobern.
Brücken bauen statt Mauern
Unter dem Motto „Brücken bauen statt Mauern“ lädt
das Kindermissionswerk zu einer Podiumsdiskussion zur Situation der
Kinder im Heiligen Land am Donnerstag von 17 bis 18.30 Uhr in das Kapitelhaus
(Johannisfreiheit) ein. Msgr. Winfried Pilz, Präsident des Kindermissionswerks,
sowie drei Partner des Hilfswerks aus Nazareth und Bethlehem wollen
mit den Besuchern der Veranstaltung über mögliche Schritte
in Richtung Frieden und Versöhnung in Israel und Palästina
ins Gespräch kommen.
Mission possible – eine Welt ist möglich!
Am Samstag, 24. Mai, wird im Schlossgarten der 50. Geburtstag der
Aktion Dreikönigssingen mit einem großen Fest abgerundet. Sternsinger,
interessierte Mädchen und Jungen, Familien und Freunde der Aktion
sind eingeladen, von 13.30 bis 16.30 Uhr das Weltkinderfest unter dem
Motto „Mission possible – eine Welt ist möglich!“ kräftig
mitzufeiern. Auf der großen Bühne stehen unter anderem eine
Sternsinger-Modenschau, Tänze und Musik, Interviews mit Sternsingern
und Gästen aus der Einen Welt auf dem Programm. 6 Werke für
die Eine Welt
Im Verbund mit den weiteren weltkirchlichen Hilfswerken präsentiert
sich das Kindermissionswerk im „Eine-Welt-Dorf“ unter dem
Leitsatz „6 Werke für die Eine Welt“. Neben gemeinsamen
Veranstaltungen auf der dortigen Bühne und der Kooperation beim
weltkirchlichen Empfang am Freitag, 23. Mai, bieten die Werke unter
anderem am Samstag, 24. Mai, von 16 bis 17.30 Uhr in der Osnabrücker
Stadthalle ein Podium an zum Thema „Reichtum macht arm. Energie
der Zukunft – wer profitiert?“.
3.429 Zeichen 484 Worte
... nach oben
16.
Mai 2008
Sternsinger: 50.000 Euro für Kinder in Birma
Katastrophenhilfe für
Opfer des Wirbelsturms

Aachen/Düsseldorf. Mit 50.000
Euro unterstützen die Sternsinger
die Arbeit ihrer kirchlichen Partner im Katastrophengebiet in Birma.
Vor allem Kinder und deren Familien, die Opfer des Wirbelsturms „Nargis“ wurden,
sollen mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Medikamenten und Kleidung
versorgt werden. Die Träger der Aktion Dreikönigssingen,
das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund
der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), leiten die Mittel an die
Partner
im Land selbst, die die Hilfe in den Katastrophengebieten gewährleisten
können.
Der Zugang zu den betroffenen Regionen wird ausländischen
Hilfskräften
durch die birmanische Militärregierung immer noch verwehrt.
Nach offiziellen Angaben forderte der Zyklon vor knapp zwei Wochen
43.300
Todesopfer. Internationale Hilfsorganisationen gehen von weit mehr
Toten aus und sprechen darüber hinaus von Hunderttausenden,
die immer noch im Freien leben und auf Hilfe warten.
933 Zeichen
123 Worte

... nach oben
13. März 2008
Star-Kids interviewen Prominente
Neue Folgen in der Kar- und Osterwoche bei SuperRTL

„
Machst Du auch Witze über Kirche und Gott?“ fragt Filip
die bekannte Komikerin Mirja Boes. Die schlagfertige Entertainerin
antwortet ebenso wie neun andere Stars auf die Fragen von Kindern,
die vor kurzem noch als Sternsinger unterwegs waren. Die Sänger
DJ Bobo, Nevio, Elli, die Fußball- Weltmeisterin Lira Bajramaj,
Schauspieler Thomas Ohrner und Mirco Wallraf, die Entertainer Mirja
Boes und Markus Majowski sowie die Moderatoren Pia Ampaw und Andrea
Göpel stellen sich den Fragen jeweils zweier Kinder.
Für
Mirja Boes hört das Witzemachen bei der Verletzung religiöser
Gefühle auf, erzählt sie dann. Und dass sie mal Lehrerin
werden wollte, das aber – zum Glück – nicht geklappt
habe. Auch die anderen Stars zeigen sich von einer Seite, die vor
allem Kinder – aber auch Erwachsene – von ihnen normalerweise
nicht kennen. So wurde meistens auch dort gedreht, wo die Promis
gerne auch privat sind: auf dem Reiterhof, in der Kletterhalle,
dem Tennisplatz oder der Bowlingbahn.
Stoff für spannende
fünf
und unterhaltsame Minuten – so lange dauert eine Folge, die
werktags zwischen 11 Uhr und 11.30 Uhr ab dem 17. März auf
dem Kindersender ausgestrahlt wird.
Mehr Informationen über
die Produktion eines Interviews mit einem der Stars gibt es parallel
zur Ausstrahlung unter www.star-kids.de. ... nach oben
28. Februar
2008
Papst widmet Spende des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ kenianischen
Kriegsopfern

Eine Gruppe Sternsinger übergab dem Heiligen
Vater beim
Neujahrsgottesdienst im Petersdom 10.000 Euro.
Foto: Romano
Siciliano
Papst Benedikt XVI. hat eine außerordentliche Spende
des Kindermissionswerks „Die
Sternsinger“ in Höhe von 10.000 Euro Not leidenden Kindern
in Kenia gewidmet. Das Geld soll den Opfern der jüngsten kriegerischen
Auseinandersetzungen zugute kommen. Eine Gruppe Sternsinger hatte
dem Heiligen Vater das Geld anlässlich des Neujahrsgottesdienstes
im Petersdom übergeben und ihn gebeten, einen Verwendungszweck
zu bestimmen. Mit dieser Widmung drückt der Vatikan nach Ansicht
des Präsidenten des Kindermissionswerks, Monsignore Winfried
Pilz, seine Bereitschaft aus, Kinder in Krisengebieten besonders
zu unterstützen.
Der Papst hatte sich jetzt in einem Schreiben an das Kindermissionswerk „Die
Sternsinger“ im Namen der Not leidenden Kinder bedankt.
... nach oben
20. Februar
2008
„ Kinder suchen Frieden“
Sternsingerverantwortliche
starten Vorbereitung der 51. Aktion Dreikönigssingen
„
Kinder suchen Frieden“ heißt das Leitwort der 51. Aktion
Dreikönigssingen 2009. Dies entschied die Jahreskonferenz
zum Dreikönigssingen, die am Dienstag und Mittwoch in Erfurt
tagte. Das Beispielland der kommenden Aktion, die am 30. Dezember
in Hildesheim
bundesweit eröffnet wird, ist Kolumbien. In Erfurt blickten
die Vertreter des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“,
des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und aus 16
Diözesen
zudem auf die Jubiläumsaktion im Januar zurück. Besonders
hervorgehoben wurden dabei die sehr gute Medienresonanz auf die
50. Aktion und der Premierenauftritt der Sternsinger im Europaparlament.
Beides sei ein Zeichen dafür, dass das Engagement der einmal
mehr 500.000 Sternsinger und ihrer Begleitenden in der Öffentlichkeit
entsprechend gewürdigt werde, so das einvernehmliche Zwischenfazit.
Denn beendet ist die Aktion noch nicht. Im Rahmen des Katholikentags
in Osnabrück werden die Sternsinger unter dem Motto „Mission
possible – Eine Welt ist möglich“ am Samstag,
24. Mai, ein großes Weltkinderfest feiern.
Mit dem Leitwort „Kinder
suchen Frieden“ wollen die Sternsinger
bei ihrer kommenden Aktion darauf aufmerksam machen, dass Mädchen
und Jungen ein Recht darauf haben, in einer friedlichen und gewaltlosen
Umgebung aufzuwachen. Gerade in Kolumbien sind Repressalien, Vertreibung,
Terror und Misshandlungen jedoch an der Tagesordnung. Ein Ende
der Gewaltspirale ist für viele Menschen in dem lateinamerikanischen
Land nicht denkbar. Dabei zeigen gerade die vielen Projektpartner
der Aktion Dreikönigssingen, dass es auch anders geht. In
Kindergärten,
Tagesstätten, Schulen und Pfarrgemeinden werden Kindern ihre
Rechte vermittelt. Ihnen wird erklärt, dass ein Leben in ständiger
Angst vor Gewalt nicht normal ist, die Kinder lernen, miteinander
in Frieden zu leben. Für die Umsetzung ihrer Rechte setzen
sich Mädchen
und Jungen in Kolumbien sogar öffentlich ein
2010 wird der Senegal Beispielland der Aktion sein, für 2011
einigte sich die Konferenz auf Kambodscha. ... nach oben
18.
Januar 2008
Bunte Sternsingerschar vor farbenfrohem Kapellenfenster
Kindermissionswerk weiht gläsernes
Dreikönigs-Kunstwerk
ein

Foto: Martin Werner
Bild zum
Download (JPEG 720 KB)
Passend zum Abschluss der 50. Aktion Dreikönigssingen,
bei der bundesweit in den zurückliegenden Tagen wieder 500.000
Mädchen
und Jungen unterwegs zu den Menschen waren, konnte Msgr. Winfried Pilz,
Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“,
am Freitag in der hauseigenen Kapelle in der Aachener Stephanstraße
ein besonderes Fenster einweihen. Im Mittelpunkt des gläsernen
Kunstwerkes stehen selbstverständlich die Heiligen Drei Könige
oder besser gesagt: die Sternsinger. Und eins gleich vorweg: Das Fenster
wurde ausschließlich über Sponsorengelder finanziert. „
Wir sind jeder ein Stern“, stimmte der Chor des Kindermissionswerks
die richtige Melodie an, um die Gäste der kleinen Feierstunde – darunter
25 Sternsinger aus der Pfarrgemeinde St. Jakob – in der Kapelle
zu begrüßen. „Abends ist das Fenster von innen hell
erleuchtet, und strahlt sozusagen hinaus“, freute sich Msgr.
Pilz über die gelungene Arbeit des anwesenden Künstlers Karl
Alexander Dedy. Von diesem stammt der Entwurf des Fensters. Jährlich
besucht er den Aussendungsgottesdienst der Sternsinger im Kölner
Dom, um dort, an einer Säule stehend, reizvolle Skizzen von einzelnen
Sternsingergruppen zu zeichnen – an die 20 Stück jedes Jahr.
Die zeichnerische Ausführung übernahm schließlich seine
Tochter und Glasmalermeisterin Anke Dedy. Sie konnte im Glas die Konturen
sogar noch präziser herausarbeiten als im Entwurf, insbesondere
die sympathisch gestalteten Sternsingergesichter. Die technische Ausführung
besorgte die Firma dedy Glas- und Spiegelwerkstätten, Bergisch
Gladbach-Schildgen, die das neue Fenster am 22. November auch einbaute.
Von Betlehem bis Aachen
Die acht Felder des Fensters sind jeweils 0,72 mal 0,65 Meter groß,
woraus sich eine Gesamtgröße von 3,75 Quadratmetern
ergibt. Das Bild stellt einige Stationen dar, die die Heiligen
Drei Könige
zurückgelegt haben, besonders „nach ihrem Tode“.
Links oben ist die klassische Darstellung von Betlehem zu sehen.
Rechts darunter
ist der Bosporus angedeutet. Kaiserin Helena (4. Jahrhundert),
die die Gebeine der Könige im Heiligen Land entdeckt haben
soll, brachte diese in die neue Kaiserstadt nach Konstantinopel
(früher Byzanz,
heute Istanbul). Von dort gelangten sie schon bald nach Mailand,
durch einen kaiserlichen Gesandten, den die Mailänder spontan
zu ihrem Bischof ernannten. Die Kirche Sant’ Eustorgio
erinnert an ihn, dort sind auch heute wieder Reliquien der Könige
aufbewahrt. Der größte Teil davon wurde 1164 von Kaiser
Barbarossa (Friedrich I.) nach Köln gebracht. Hierfür
wurde der kostbare Schrein angefertigt und darüber – sozusagen
als „Groß-Schrein“ – der
Kölner Dom gebaut. Auf dem Dachreiter ist statt eines Kreuzes
ein Stern zu sehen. Im Kapellenfenster überdeckt diesen
der Stern der Sternsingergruppe. Die kleinen Kaspars, Melchiors
und Balthasars
bilden natürlich das Zentrum des Bildes. Die Beziehung zu
Barbarossa und zu Aachen als dem Ursprungsort der Aktion Dreikönigssingen
wird unten im Bild durch den Barbarossaleuchter des Aachener
Doms angedeutet.
Ermöglicht wurde die Anschaffung des Kunstwerks
durch vier Sponsoren, die die kompletten Kosten übernahmen:
die Pax-Bank, die Sparkasse Aachen, die Bank für Kirche
und Caritas in Paderborn und die Bank im Bistum Essen. Die dem
Kindermissionswerk anvertrauten Spendengelder
sind weiterhin ausschließlich für Not leidende Kinder
in aller Welt bestimmt.

Foto: Martin Werner
Bild
zum Download (JPEG 548 KB)
... nach oben
15.
Januar 2008
Besser als alle Reden im Parlament
Sternsinger begeistern bei ihrer Premiere im Europaparlament

Foto: Thomas Römer
„
Der Gesang der Kinder ist besser als alle Reden im Parlament!“ Mit
einem Augenzwinkern kommentierte ein begeisterter Parlamentspräsident
Hans-Gert Pöttering (CDU) den Premierenauftritt von 32 Sternsingern
im Europaparlament in Straßburg. Dass Reden, Sitzung und Debatten
dort ihre Berechtigung haben, muss nicht eigens erklärt werden;
aber der Botschaft, die die kleinen Könige in ihren farbenfrohen
Gewändern in das futuristische Bauwerk brachten, der widmete sich
der Hausherr mit voller Aufmerksamkeit. „Danke, dass ihr hier
seid, ihr seid echte Glücksbringer“, lobte Pöttering
die kleinen Kaspars, Melchiors und Balthasars mit Bezug zum derzeitigen
Dreikönigs-Hit „Sternsinger sind Glücksbringer“.
In
Straßburg vertraten eine Gruppe aus dem elsässischen
Westhoffen sowie Sternsinger aus Seelbach-Wittelbach (St. Nikolaus
und St. Peter und Paul) und aus Villingen (Heilig Kreuz, beides Erzbistum
Freiburg) die 500.000 Mädchen und Jungen, die in den zurückliegenden
Tagen ihre 50. Aktion Dreikönigssingen feierten durften. Pfarrer
Andreas Mauritz, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen
Jugend (BDKJ), verwies in seinem Grußwort auf die Internationalität
des Dreikönigssingens: „Das Sternsingen hat von Anfang nicht
an nationalen Grenzen halt gemacht. Begonnen hat die Aktion in Österreich.
In Deutschland setzten sich die Sternsinger in diesem Jahr zum 50.
Mal, also seit 1959, für Kinder und Jugendliche in Entwicklungsländern
ein. Inzwischen gibt es die Sternsinger in vielen anderen Ländern:
zum Beispiel in Schweden, England oder Italien.“ Und weiter machte
Pfr. Mauritz deutlich: „Es ist nicht übertrieben, wenn ich
sage: Die Sternsinger sind eine europäische Bewegung! Sie kommen,
um Grenzen zu überschreiten, und verwirklichen konkret Ziele der
Europäischen Union: Sie setzen sich über alle Grenzen hinweg
für eine solidarische und gerechte Welt ein.“
Einsatz für Chancengleichheit
Den Parlamentariern, die dem Empfang beiwohnten, gab der BDKJ-Bundespräses
noch eine weitere Botschaft mit auf den Weg: „Die Europäische
Union spielt heute für die Gerechtigkeit in der Einen Welt eine
bedeutende Rolle. Zum Beispiel haben die Mitgliedsstaaten der Europäischen
Union große Macht, wenn es darum geht, Regeln für den Welthandel
festzulegen. Und von diesen Regeln hängt es für die Menschen
in den armen Ländern zum großen Teil ab, ob sie das, was
sie produzieren, auch verkaufen können, ob sie dadurch wiederum
genug zu essen haben, ihre Kinder zur Schule gehen können, sie
Zugang zu Trinkwasser haben und ein menschenwürdiges Leben führen
können.“ Mauritz bat darum, „das Engagement der Sternsinger
zu unterstützen“, indem die Parlamentarier „sich für
gleiche Chancen und gerechte Bedingungen im Welthandel einsetzen.“ Abschließend
dankte Pfr. Mauritz auch den Repräsentanten der Kommission der
Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) mit
dem Generalsekretär Prälat Noël Treanor, auf deren Initiative
der Empfang organisiert wurde.
Eintrag ins goldene Buch
Natalie Liess (13) und Vanessa Rösch (10), Sternsinger aus Seelbach-Wittelbach,
machten mit einer kleinen Botschaft deutlich, in welchen Bereichen
sich die Sternsinger für die Kinder in der Einen Welt engagieren.
Dabei setzten sie einen Stern aus Olivenholz zusammen. Sara Flaig (10),
Andreas Prestele (11), Paul Kretschmer (11) und Anja Wewior (7) aus
Villingen trugen schließlich den Segenstext vor und schrieben
den Sternsingersegen „20*C+M+B+08“ auf eine Tafel, die
zukünftig einen Platz in den Büroräumen des Präsidenten
finden wird. Wegen der besonderen Architektur des Parlamentsgebäudes
in Straßburg konnte die althergebrachte Tradition, den Segen
auf den Türsturz zu schreiben, nicht in die Tat umgesetzt werden.
Msgr. Winfried Pilz, Präsident des Kindermissionswerks „Die
Sternsinger“, bedankte sich im Namen der bundesweiten Träger
des Dreikönigssingens für den ersten Empfang „auf europäischer
Ebene“. Als Geschenk übergab er den achtzackigen Olivenholzstern
aus Betlehem. „Wir als Erwachsene müssen dem Blick der Kinder
immer standhalten. Dieser Blick ist eine Verpflichtung, dass wir die
Erde immer so erhalten, dass wir alle darin leben können“,
so Msgr. Pilz. Gemeinsam mit vier Sternsingern und Pfr. Mauritz trug
er sich anschließend in das goldene Buch des Parlaments ein.
...
weitere Fotos zum Download ...
Begrüßung
durch Pfr. Andreas Mauritz, BDKJ-Bundespräses,
anlässlich des Empfangs im Europäischen Parlament am
15. Januar 2008
(PDF 124 KB)
... nach oben
13.
Januar 2008
Premierenauftritt in Straßburg
Sternsinger aus dem Erzbistum
Freiburg bringen Segen ins Europaparlament
Zur 50. Aktion Dreikönigssingen
feiern die Sternsinger am Dienstag,
15. Januar, eine Premiere. Erstmals
sind 32 kleine Könige – Mädchen
und Jungen aus dem Erzbistum Freiburg und aus dem Elsass – offiziell
im Europaparlament in Straßburg zu Gast. Empfangen werden die
Sternsinger um 10.30 Uhr vom deutschen Parlamentspräsidenten Hans-Gert
Pöttering (CDU). Gemeinsam mit einer Gruppe aus Westhoffen bei
Straßburg werden die Sternsinger aus Seelbach-Wittelbach (St.
Nikolaus und St. Peter und Paul) und aus Villingen (Heilig Kreuz) den
Segen „20*C+M+B+08“ anschreiben. Begleitet werden sie von
Msgr. Winfried Pilz, Präsident des Kindermissionswerks „Die
Sternsinger“, und von Pfarrer Andreas Mauritz, Bundespräses
des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die die bundesweiten
Träger des Dreikönigssingens vertreten, sowie von Repräsentanten
der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft
(COMECE) mit dem Generalsekretär Prälat Noël Treanor.
... nach oben
12.
Januar 2008
Dunkelblaue Ballons mit wichtigen Botschaften
Engagement der Sternsinger
gewürdigt – 10.000 kleine Könige bundesweit
bei Dankfeiern

Foto: Kathrin Erbe
Tausende Luftballons stiegen am Samstag an zahlreichen Orten in
Deutschland in den Himmel, und die dunkelblauen Ballons trugen wichtige
Botschaften
mit sich. „Damit Kinder in Frieden leben können“, „Damit
Kinder ein Zuhause haben“, „Damit Kinder essen und trinken
können“ und „Damit Kinder lernen können“ stand
auf den gelben, angeknoteten Bändern. Botschaften, die von den
Sternsingern ausgesandt wurden. 10.000 kleine Könige aus zwölf
Bistümern feierten am Wochenende an zahlreichen Orten, zumeist
in den Bischofsstädten, ihre 50. Aktion Dreikönigssingen,
und überall wurde ihr Engagement gebührend gelobt.
„
Ihr seid Friedensbringer“, machte Karl Kardinal Lehmann, Vorsitzender
der Deutschen Bischofskonferenz, deutlich. Im Mainzer Dom feierte
er einen Dankgottesdienst mit 1.000 kleinen Kaspars, Melchiors und
Balthasars. „Der Stern, den ihr zu den Menschen bringt, der
geht mit uns, ist zugleich über uns, er geht nicht unter und
er bleibt bei uns“, sagte der Kardinal. „Seit 50 Jahren
gebt ihr eine wichtige Botschaft weiter und bringt den Menschen hier
und den Kindern in der Welt Freude. Das ist eine ganz großartige
Geschichte. Ein Dankeschön und ein Vergelt’s Gott gilt
den Sternsingern in allen 27 deutschen Diözesen.“ Locker
beantwortete der Kardinal auch die Fragen von vier Sternsingern,
die ihm im Rahmen des Gottesdienstes gestellt wurden. Sternsinger
sei er selbst wegen seines Alters nicht gewesen, aber er freue sich
jedes Jahr auf den Besuch der Mädchen und Jungen an seiner Tür.
„
Sternstunden“ in Hamburg und „Weltreise“ in Dresden
Gestartet war der Reigen der Dankfeiern am Morgen nahezu zeitgleich
in Hamburg und in Dresden. In der Hansestadt feierten 600 Sternsinger
gemeinsam mit Weihbischof Norbert Werbs. Nach dem Gottesdienst
zählten
die Kinder gemeinsam einen Countdown und entließen die Luftballons
mit ihren Botschaften in den Himmel. Unter dem Motto „Sternstunden“ stand
im Anschluss noch ein buntes Programm für die kleinen Könige
an – mit einem „Grand Prix“ der Sternsingerlieder
als Höhepunkt. In Dresden beteiligten sich 400 Sternsinger an
einer „Weltreise“ unter dem Leitwort „Sternsinger
entdecken die Welt“. Unter anderem wurden ein Trommelworkshop
und das Malen von Sandmandalas angeboten. Im Gottesdienst dankte
Bischof Joachim Reinelt den Kindern für deren „Dienst
am Licht“, denn dieses Licht aus Betlehem, dieses Licht Christi
hätten die Sternsinger schließlich einmal mehr unermüdlich
zu den Menschen getragen. Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt,
der mit seiner Gattin am Gottesdienst teilnahm, schloss sich dem
Dankeschön an. „
Königen ein Gesicht geben“
In Deggendorf feierten 1.110 Sternsinger aus den benachbarten Bistümern
Regensburg und Passau gemeinsam. Unter dem Titel „Königen
ein Gesicht geben“ wurde ein großer Stern mit den Fotos
der teilnehmenden Kinder beklebt. 900 Sternsinger aus dem Erzbistum
Freiburg kamen in Konstanz zusammen. In fünf Sälen eines
großen Kinocenters wurden Kinderfilme aus der Einen Welt gezeigt.
Diözesanjugendseelsorger Joachim Burkhard machte deutlich, dass
das Engagement der Mädchen und Jungen nicht selbstverständlich
sei und dementsprechend auch einmal ein ungewöhnliches Dankeschön
bei Popcorn und Limonade verdient habe. Nach einer großen Prozession
durch die Innenstadt stand auch in Konstanz ein Dankgottesdienst
an.
In Paderborn feierten rund 1.700 Sternsinger ihr Aktionsjubiläum.
Weihbischof Matthias König freute sich über den Einsatz
so vieler gekrönter Häupter: „Ihr seid wirklich die
Größten, weil ihr mithelft bei der größten
Kinder- und Jugendaktion der Welt. Wir können deshalb sagen,
dass wir die Größten sind, aber nur weil Gott uns groß macht.“ In
Paderborn und an vielen anderen Orten lobten jedoch nicht nur die
anwesenden Würdenträger die Sternsinger. Auf Großbildleinwänden
wurden die Dankesworte von Papst Benedikt XVI., von Bundespräsident
Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel gezeigt. Dazu
ermutigte in Mainz Fußballtrainer Jürgen Klopp die Sternsinger
per Einspieler, bei ihrem Engagement weiter am Ball zu bleiben. Fernsehmoderator
Ralph Caspers, bei vielen Kindern besonders beliebt, schloss sich
mit der sicherlich ungewöhnlichsten Videobotschaft an. Welchen
der Heiligen Drei Könige er in seiner Kinderzeit immer dargestellt
hätte, könnten die Kinder wegen seines Namens sicherlich
leicht erraten. „ Eine wunderbare Sache“
„
Es ist eine wunderbare Sache, dass überall und gleichzeitig
an neun und mehr Orten den Sternsingern ‚Danke’ gesagt
wird“, freute sich Msgr. Winfried Pilz, Präsident des
Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, der selbst an
der Feier in Dresden teilnahm. „Es ist eine bewegende Strecke über
50 Jahre, die ein Stern der Hoffnung in alle Richtungen zurückgelegt
hat, eine Wegstrecke, die hoffentlich auch in die Zukunft führt.“ Pfarrer
Andreas Mauritz, Bundespräses des
Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) war bei der Dankfeier
in Mainz mit dabei. „Von Herzen möchte ich allen Sternsingern
und Begleitenden überall in Deutschland für ihr großes
Engagement danken. Sie haben es verstanden, die Botschaft Gottes
mit Leben zu füllen. Alle möchte ich ermutigen, auch
bei der 51. Aktion dabei zu sein und noch viele mit ihrem Eifer
anzustecken.“
Neben
den genannten Orten wurde auch in Essen, Hildesheim und in Ulm,
dort für die Dekanate Ehingen/Ulm und Biberach (Bistum
Rottenburg-Stuttgart) sowie Neu-Ulm, Günzburg und Illertissen
(Bistum Augsburg) und in vielen weiteren Dekanaten und Pfarrgemeinden
den Sternsingern und Begleitenden gedankt. Am Sonntag, 13. Januar,
und am Samstag, 19. Januar, werden Dankfeiern in den Diözesen
Magdeburg und Görlitz folgen. Zwei wichtige Termine liegen im
Jubiläumsjahr darüber hinaus noch vor den Sternsingern:
Am Dienstag, 15. Januar, besuchen Sternsinger aus dem Erzbistum Freiburg
in Straßburg erstmals offiziell das Europäische Parlament.
Im Rahmen des 97. Deutschen Katholikentags in Osnabrück sind
Sternsinger und Begleitende am Samstag, 24. Mai 2008, zu einem Weltkinderfest
eingeladen. Das Motto: Mission possible – Eine Welt ist möglich!
...
weitere Fotos zum Download
...
Grußwort, das am 12. Januar bei zahlreichen Dankfeiern verlesen
wurde,
zum Download (PDF 136 KB)
Zum Hören
Jürgen Klopp, Trainer des Fußball-Zweitligisten
Mainz 05, macht den
Sternsingern Mut für die nächsten 50 Aktionen. Die
Teilnehmer der Dankfeier
im Bistum Mainz freuten sich über die Grüße
ganz besonders.
... hier klicken (00:16')
Sie ziehen
seit 50 Jahren bei Wind und Wetter durch die Straßen:
Die Sternsinger bringen den Segen Gottes zu uns nach Hause
und sammeln jährlich Millionen Euro für arme Kinder in aller Welt:
Das Bistum Mainz hat sich mit einem großen Gottesdienst im
Dom für ihr Engagement bedankt. Christian Schmidt von der
katholischen Kirchenredaktion in Mainz:
...
hier klicken (2:12')
... nach oben
11.
Januar 2008
„
Vorbilder für den Frieden“
Kardinal Lehmann gratuliert Sternsingern
zur 50. Aktion – Bundesweite
Dankfeiern

Foto: Joachim Busch
Bild
zum Download (592 KB)
Als „Vorbilder für das Bemühen um
Ausgleich und Frieden“ bezeichnet
der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann,
die Sternsinger. Aus Anlass des bundesweiten Dankfeiertages der Sternsinger
am Samstag, 12. Januar, würdigte Lehmann ihren Einsatz für
Gerechtigkeit und Frieden: „Nach wie vor ist die Not in vielen
Teilen der Erde groß. Beiträge zu Entwicklung und Frieden
bleiben daher dringend gefragt. Die Sternsinger sind ein gutes Beispiel
für das, was möglich ist. Nicht nur, weil sie als Kinder
den in Not lebenden Kindern in anderen Weltgegenden helfen. Sondern
auch, weil sie uns Erwachsene daran erinnern, dass Solidarität
ein unverzichtbarer Schlüssel für den Frieden in unserer
zerrissenen Welt ist. So bauen die Sternsinger Brücken: zwischen
Arm und Reich, Nord und Süd, aber auch zwischen Jung und Alt“,
so Kardinal Lehmann.
Die Aktion schlage auch eine Brücke vom
kirchlichen Engagement in der Öffentlichkeit zu der doch stark
säkularisierten Gesellschaft.
Noch wichtiger sei aber, dass die Sternsinger den Rückzug
des Glaubens aus der Gesellschaft auch ganz persönlich durchbrächen,
wenn sie „von Tür zu Tür ziehen und jedem Haushalt
ihre Botschaft und die Bitte um Gottes Segen bringen.“ Die
Sternsingerbewegung sei, so Lehmann, „eine einmalige Erfolgsgeschichte
der Kirche, besonders der Kinder“.
Am Samstag, den 12. Januar,
finden bundesweit neun Dankfeiern statt, zu denen insgesamt rund
10.000 Sternsinger erwartet werden. Dabei
danken elf Diözesen stellvertretend allen Kindern und Jugendlichen,
die sich bei der 50. Aktion Dreikönigssingen engagiert haben.
So feiern die Bistümer Essen, Paderborn, Dresden-Meißen,
Hildesheim, Freiburg, Hamburg und Mainz mit den Sternsingern. Die
Bistümer
Rottenburg-Stuttgart und Augsburg sowie Regensburg und Passau haben
gemeinsame Gottesdienste. Kardinal Lehmann selbst feiert um 14
Uhr im Mainzer Dom einen Dankgottesdienst mit den kleinen Königen.
Am 13. und 19. Januar folgen Dankfeiern in den Diözesen Magdeburg
und Görlitz.
Bundesweit waren seit Anfang
Januar rund 500.000 Sternsinger unterwegs, um den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus
segne dieses Haus“ an die Türen zu schreiben und Spenden
zu sammeln. Seit 1958 haben die Sternsinger mit der Aktion Dreikönigssingen
insgesamt 612 Millionen Euro gesammelt und damit mehr als 51.000
Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien,
Ozeanien und Osteuropa gefördert. Träger der bundesweiten
Aktion sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und
der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit dem Start
hat sich das Dreikönigssingen
zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern
für Kinder entwickelt. Bei der 49. Aktion zum Jahresbeginn 2007
sammelten die Mädchen und Jungen aus 12.223 Pfarrgemeinden 38,8
Millionen Euro. Mit den Mitteln werden weltweit Projekte in den Bereichen
Evangelisierung, Bildung, Gesundheit, Wasserversorgung, Ernährung,
Rehabilitation und Nothilfe gefördert.
... nach oben
06.
Januar 2008
„ Ihr macht mir Mut!“
Speyerer Sternsinger schreiben
im Schneegestöber Segen ans Schloss
Bellevue

Foto: PictureInfo
Es hatte etwas Märchenhaftes, als 40 kleine Könige in
bunte Gewänder und Schneegestöber gehüllt vor der
prächtigen Kulisse des Schloss’ Bellevue ihr Gloria anstimmten.
Im Gegensatz zu den frostigen Temperaturen draußen empfing
Bundespräsidenten Horst Köhler die Sternsinger im Schloss
Bellevue bei seinem ersten offiziellen Termin im Jahr wieder warm
und herzlich. „Ihr macht mir wirklich Mut. Durch eure Anstrengung
und euer Herzblut ist in den letzten 50 Jahren sehr viel möglich
geworden. Je früher ihr euch für die Welt engagiert, desto
besser“, lobte der Bundespräsident die Kinder und Jugendlichen.
Diese waren aus dem Bistum Speyer nach Berlin gereist, um dem Bundespräsidenten,
seiner Frau Eva Luise, Mitarbeitern und deren Familien pünktlich
zum Dreikönigsfest am Sonntag, 6. Januar, Segen zu spenden und
eine Botschaft zu bringen.
Die kleinen Könige aus zehn Pfarreien
vertraten in Berlin die rund 500.000 Mädchen und Jungen, die
sich rund um den Jahreswechsel als Sternsinger auf den Weg zu den
Menschen machen und für Not
leidende Kinder in aller Welt sammeln. Getreu dem Jubiläumsmotto
der 50. Aktion Dreikönigssingen, „Sternsinger für
die Eine Welt“, und mit Hilfe des Jubiläumssterns erklärten
die Kinder dem Präsidenten, wofür sie unterwegs sind.
Vier der acht Sternzacken haben Kinder aus anderen Ländern
gebastelt. Aus Tansania beispielsweise, wo es nicht genügend
Wasser gibt, oder aus Vietnam, wo Kinder auf dem Reisfeld arbeiten
müssen,
anstatt zur Schule zu gehen.
Botschaften beeindrucken den
Bundespräsidenten
Von diesen Botschaften zeigte sich der Bundespräsident richtig
beeindruckt: „Wir Politiker reden von Globalisierung. Aber
ihr macht anschaulich, was es heißt, in einer Welt zu leben,
egal ob in Berlin, Bayern, Bangladesch oder Peru. Ihr zeigt uns,
was es heißt, nicht nur an sich selbst zu denken.“ Weil
viele Kinder kein zu Hause hätten, habe er sich entschlossen,
mit seiner Spende ein Straßenkinderprojekt im afrikanischen
Malawi zu unterstützen.
Für den Einsatz des Bundespräsidenten
dankte Msgr. Winfried Pilz, Präsident des Kindermissionswerks „Die
Sternsinger“. „In
ihrer Berliner Rede haben sie zu Recht gesagt, dass Jammern nichts
hilft, sondern haben auf die vielen Funken der Hoffnung gedeutet.
Unsere Sternsinger sind Mutmacher. Sie stimmen die Instrumente
für
eine Symphonie der vereinten Menschheit. Der Himmel selbst verleiht
den Kindern eine königliche Autorität.“ Pfarrer
Andreas Mauritz, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen
Jugend (BDKJ), der die Aktion gemeinsam mit dem Kindermissionswerk
trägt, wünschte sich derweil mehr Beteiligung von jungen
Menschen. „Kinder haben nicht nur Probleme, sondern sie
sind vor allem Teil der Lösung. Kinder beteiligen, heißt
Zukunft sichern.“
Viel Zeit für die kleinen Könige
Für die Kinder nahmen sich der Präsident und seine Gattin
Eva Luise einmal mehr viel Zeit. Jeweils vier Sternsinger wurden
per Losentscheid aus den zehn Speyerer Dekanaten ermittelt,
um gemeinsam die spannende Aufgabe zu übernehmen. So überbrachten
Sternsinger-Delegation aus den Pfarrgemeinschaften Hettenleidelheim,
Breitenbach, Eschbach,
Ruhbank-Lemberg-Erlenbrunn-Simten, Ommersheim-Heckendahlheim
sowie aus den Pfarreien St. Ludwig in Frankenthal, Mariä Heimsuchung
in Kindsbach, St. Gallus in Ludwigshafen-Friesenheim und aus
den Pfarreien in Scheibenhardt und in Schweisweiler Segen und Geschenke.
Eine Gruppe machte dem Bundespräsidenten am Fest der Heiligen
Drei Könige eine passende Gabe: Eine Kiste mit Weihrauch,
Myrrhe und Gold. Letzteres natürlich nur in Schokoladenform.
Das gefiel dem Bundespräsidenten offenbar so gut, dass
er die Sternsinger bei seinem vierten Empfang zu einer Premiere
einlud.
Erstmals glitten die königlichen Kinder-Gewänder über
rote Teppichstufen hinauf in die „Belle Etage“ des
Schlosses: Bundespräsident Köhler führte die
Sternsinger höchstpersönlich
durch seinen Amtssitz, erklärte und freute sich sichtlich über
den königlichen Besuch. Dort, wo er sonst Präsidenten
und Staatsoberhäupter zu Banketten empfängt, verbreiteten
nun Kinder mit ihren Kronen majestätischen Glanz. Bundespräsident
Köhler: „Ich wünsche mir, dass die Erfolgsgeschichte
der Sternsinger sehr lange weitergeht, weil wir damit noch
sehr viel Gutes tun können. Noch wichtiger als das Geld,
ist aber der Segen, den ihr bringt.“ „Christus
mansionem benedicat – Christus
segne dieses Haus“ – das schrieb dann auch Franziska
Wünsche (11) aus Schweisweiler an das große Portal
am Schloss Bellevue. Trotz Eis und Schneegestöber war
es auch ihr jetzt richtig warm ums Herz: „Der Präsident
ist einfach cool. Und sein Schloss auch.“
... weitere Fotos zum Download
...
Rede von Msgr. Winfried Pilz, Präsident des Kindermissionswerks "Die
Sternsinger", zum Download (PDF 384 KB)
Zum Hören
Diesen Tag werden sie wohl nie vergessen:
40
Kinder aus der Diözese Speyer
sind am Dreikönigstag von Bundespräsident Horst Köhler
in Berlin empfangen worden... (2:00 min)
... nach oben
|