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Hilfe für die Kinder

Informationsblatt zur Arbeit des Kindermissionswerks in Haiti und zur Situation nach dem Erdbeben
(PDF, 2 MB)

Zahlen - Daten - Fakten

Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ hat mit seinen Partnern

  • im Jahr 2009 in Haiti 70 Projekte mit rund 3,3 Millionen Euro gefördert,
  • davon in der Erzdiözese Port-au-Prince 20 Projekte mit einer Gesamtsumme von rund 2,1 Millionen Euro
  • in den letzten drei Jahren wurden in Port-au-Prince 47 Projekte mit einer Gesamtsumme von 6,3 Millionen Euro unterstützt

Foto: Alice Smeets/Kindermissionswerk

Alice Smeets: Die Frau hinter den Fotos

„Die Haitianer sind ein starkes Volk“

Die Fotografin Alice Smeets stellte ihre Fotos aus Haiti auch dem Kindermissionswerk zur Verfügung. Foto: Alice Smeets/Kindermissionswerk

Sie hat sich in Haiti verliebt, in das Land, in diese berauschenden Farben, die Musik und natürlich auch in die Menschen: „Die Haitianer sind stark, stolz und voller Lebensfreude.“ Alice Smeets ist Fotografin und mit ihren 22 Jahren schon sehr bekannt: 2008 gewann sie den internationalen Wettbewerb „Unicef-Foto des Jahres“ - mit einem Bild aus Haiti.

Mehrmals war sie schon da, hat in Haiti viele Kontakte geknüpft und Freunde gefunden. Am 11. Januar ist sie wieder dorthin unterwegs, um eine längere Rundreise zu unternehmen. Doch dann bebt in Haiti die Erde und alles ändert sich.

Die Nachricht von der Katastrophe erreicht Smeets auf ihrer Zwischenstation in New York. Sie beschließt daraufhin, noch früher als geplant nach Haiti zu fliegen. Und sie schafft das eigentlich Unmögliche: Im Flugzeug einer amerikanischen Hilfsorganisation gelangt sie nach Haiti, landet sogar direkt in Port-au-Prince.


Audio: „Die Stadt riecht nach Leichen“

Fotografin Alice Smeets beschreibt die Lage in Port-au-Prince am 21. Januar

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Alice Smeets in Haiti: „Keine Zeit zum Weinen“

Der zwölfjährige Francois hat das Erdbeben überlebt, genau wie seine ganze Familie. Foto: Alice Smeets/Kindermissionswerk

Im 3sat.Kulturzeit-Blog beschreibt die aus Eupen in Belgien stammende Frau, wie sie sich in Haiti durchschlägt. Wie sie sich von Müsli-Riegeln ernährt, unter freiem Himmel in eine Decke gewickelt übernachtet, die für Leichen gedacht war, oder vor dem zusammengestürzten Haus steht, in dem sie lange gelebt hat, und die Tränen zurückhält. Denn „jetzt ist noch keine Zeit zum Weinen, das mache ich, wenn ich Zuhause bin. Ich muss hier stark sein, um weiter Fotos zu machen.“

Die Fotos stellt sie auch dem Kindermissionswerk zur Verfügung, für das Smeets bereits in Südafrika Fotos gemacht hat. Mit ihrer Kamera versucht sie vor allem die hoffnungsvollen Momente einzufangen, auch wenn das schwierig ist vor dem Hintergrund der Ruinen und behelfsmäßig aufgebauten Zelte und Planen, unter denen die Menschen Schutz suchen. Doch es gibt sie, diese Momente: Kinder, die trotz des Leids lachen und spielen können, Menschen, die aus den Trümmern gerettet werden. Und Smeets betont immer wieder: „Die Haitianer sind ein starkes Volk.“

Die junge Fotografin befindet sich inzwischen auf dem Heimweg. Doch im Februar will sie bereits wieder nach Haiti fliegen - das ist sicher.